Tiernothilfe befreit 140 Katzen aus Qualhaltung - Neue Halter gesucht

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Weiches Fell: Eine der Rassekatzen, die derzeit bei Jutta Zyweck leben.

Zierenberg/Breuna. Sie heißen Tascha, Venezia und Dolce Vita. Zutraulich und unglaublich süß sind sie, die Birma-und-Ragdoll-Katzen, die sich auf Jutta Zywecks Esszimmertisch aneinander kuscheln. Sie scheinen sich wohlzufühlen im gemütlichen Häuschen in Zierenberg.

Wie auch die anderen 19 Katzen und natürlich Benny, der 15-jährige Hund, der das tierische Chaos tapfer erträgt und sogar mit den Katzen kuschelt.

Den knuddeligen Vierbeinern ging es nicht immer so gut, denn bei der engagierten Tierschützerin leben sie erst seit einigen Wochen. Als Mitglied der Breunaer Tiernothilfe hat Zyweck gemeinsam mit dem Veterinäramt des Lahn-Dill-Kreises und weiteren Tierschutzorganisationen vor einigen Wochen die Tiere bei einer Befreiungsaktion aus den Klauen eines unseriösen Züchters gerettet, der sie unter unzumutbaren Bedingungen in Greifenstein bei Wetzlar gehalten hatte.

„Wer es nicht gesehen hat, kann sich kaum vorstellen, wie die Tiere dort hausen mussten“, berichtet Zyweck. „Unter anderem lebten in einem engen Zimmer über 50 Katzen, unter dem Dach waren mehr als 20 untergebracht.“ Die Behördenmitarbeiter und die Tierschützer seien schockiert gewesen von den „selten gesehenen Umständen“.

140 Katzen, 18 Hunde und zwei Meerschweinchen nahmen sie mit, viele von ihnen in ausgesprochen schlechtem gesundheitlichen Zustand. Sechs der Rassekatzen betreut Zyweck in Zierenberg, die übrigen sind bei der Tiernothilfe und anderen Tierschützern untergebracht - und suchen dringend ein neues Zuhause.

Jutta Zyweck: „Auch wenn man für und mit Tieren lebt und auch weiterhin leben will, auf Dauer kann man sich nicht allein um derart viele Tiere kümmern.“ Wer eine der schönen Rassekatzen haben möchte, sollte sich aber klar darüber sein, dass diese viel Aufmarksamkeit und Pfelge brauchen. (zhf)

Weitere Informationen bei Jutta Zyweck, 05606/1567

Quelle: HNA

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