Im Kreisteil Melsungen wurden in den vergangenen Wochen einige Tiere ausgesetzt

Katzenbaby lag im Müll

Gewissenlos: In den vergangenen beiden Wochen wurden mehrere Katzenbabys im Kreisteil Melsungen ausgesetzt. Eines von ihnen lag in einem öffentlichen Papierkorb.

Guxhagen. Arbeitsreiche Wochen liegen hinter Johanna und Dieter Büchling von der Guxhagener Katzenhilfe. Denn in verschiedenen Orten im Kreisteil haben Menschen Katzen ausgesetzt.

An einem Samstagabend meldete sich eine junge Frau bei den Tierschützern. Sie habe nahe der ICE-Brücke bei Unterempfershausen Katzenbabys am Straßenrand entdeckt, berichtet das Ehepaar Büchling. Von den Besitzern der Tiere fehlte jede Spur. Noch am selben Abend fand eine andere Frau ein Kätzchen in einem Melsunger Papierkorb. Das Tier war in ein Geschirrtuch gewickelt und hatte vermutlich stundenlang zwischen Müll ausharren müssen. Nach Rücksprache mit der Guxhagener Katzenhilfe wurde das Kätzchen ins Tierheim Beuern gebracht.

Nur einen Tag später stellten Unbekannte einen Transportkorb mit einer schwarzen Katze im Garten von Dieter und Johanna Büchling ab. „Bei all diesen Fällen handelt es sich um Straftaten“, stellen die Tierschützer klar. Wer ein Tier aussetzt, müsse mit einem Bußgeld oder gar einer Freiheitsstrafe rechnen.

„Wenn der Abgebende anonym bleiben will, sollte er zumindest einen Zettel beifügen, auf dem der Name der Katze vermerkt ist, ob das Tier kastriert ist, wann die letzte Impfung erfolgte, und welches Futter die Katze gern frisst“, appellieren die Tierschützer an die Katzenbesitzer. Solche Informationen könnten in manchen Fällen lebensrettend für ein Tier sein.

Hinweise auf die Herkunft erhielten Johanna und Dieter Büchling auch nicht, als sie zu einem weiteren Fall gerufen wurden. Im Holzhäuser Spielcasino hatte eine streunende Katze immer wieder um Futter gebettelt. Das Tier wurde in die Obhut des Vereins genommen und wird nun in einer von zehn Pflegestellen betreut. (fil)

Quelle: HNA

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