Katzenbabys in Gefahr

Drei Wochen alte Kätzchen im Feld gefunden

Wohin mit den vielen Katzenbabys? Durch die Geburt der Herbstkatzen ist die Tiernothilfe wieder an ihrer Kapazitätsgrenze angelangt. Foto: Archiv

Zierenberg/Wolfhagen. Spaziergänger haben sie im Feld am Ortsrand von Wolfhagen entdeckt: Zwei schreiende winzige Katzenbabys auf der Suche nach ihrer Mutter. Am nächsten Tag sind ihre Schreie schwächer geworden, Tierfreunde bringen die beiden mutterlosen Babys zur Tiernothilfe nach Zierenberg.

Sie sind völlig dehydriert. Tierschützerin Jutta Zyweck gibt den erst drei Wochen jungen Kleinen sofort die Flasche, danach alle paar Stunden, auch in der Nacht.

Die Babys aus Wolfhagen sind nicht die einzigen. „Wir platzen wieder aus allen Nähten“, sagt Zyweck. Zum zweiten Mal in diesem Jahr haben die unzähligen herrenlosen Katzen und die unkastrierten Tiere von den Bauernhöfen Nachwuchs bekommen. In allen Räumen der Tiernothilfe-Pflegestelle wimmelt es von Katzen in allen Farben und Größen.„Ich kann keine Katzen mehr aufnehmen, es ist einfach nicht zu schaffen“, sagt Zyweck. Dringend werden Pflegestellen gesucht.

Um die Überpopulation in den Griff zu bekommen, sei eine Kastrationspflicht von Katzen absolut notwendig, sagt die Sprecherin der Tiernothilfe Breuna, Kristina Oster. Denn trotz intensiver Arbeit der Tierschutzvereine werde das Katzenelend nicht geringer. Immer häufiger würden große Populationen von verwilderten Hauskatzen, so genannte Streunerkatzen, gemeldet.

Insbesondere die Halter von freilaufenden Katzen sind daher dazu aufgerufen, ihr Tier kastrieren zu lassen. Es sei nicht einzig damit getan, die Straßenkatzen für Kastrationsaktionen einzufangen und zu den Tiernothilfen zu bringen. „Eine bessere Lösung muss her, um dem Katzenelend ein Ende zu setzen und die Tiernothilfen zu entlasten“, sagt Oster.

Die Kommunen würden sich zu wenig kümmern, erklärt Jutta Zyweck. Eigentlich seien sie für die herrenlosen Katzen zuständig. Hilfe gebe es jedoch kaum.

Wer sich für eines der Katzenbabys oder auch die großen Katzen interessiert, kann sich mit der Tiernothilfe unter der Telefonnummer 05606/53 4738 in Verbindung setzen. Dringend benötigen die Tierschützer auch Geldspenden, um die hohen Tierarzt- und Futterkosten aufzubringen:

Spendenkonto: Kasseler Sparkasse, Konto: 1146383936, Bankleitzahl 520 503 53.

Quelle: HNA

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