Hautkrankheit bei zwei Schülern und einem Lehrer entdeckt

Katzenpilz: Schulen für einen Tag dicht

Neustadt/Mengsberg. An der Mengsberger Grundschule sind in den vergangenen vier Monaten wurde bei zwei Schülern und einer Lehrkraft die seltenen Katzenpilz-Erkrankung diagnostiziert.

Am Freitag (27.2.) fällt nach Angaben des Landkreis Marburg-Biedenkopf der Unterricht aus, um die Schulräume zu desinfizieren, ebenso - sicherheitshalber wie es heißt - die benachbarte Momberger Grundschule. Beide Schulen bilden einen Verbund und nutzen gemeinsam die Turnhalle in Mengsberg.

Ausgangspunkt dieser Hauterkrankung seien infizierte Katzen oder Hunde, wobei die Tiere selbst keine Krankheitszeichen zeigen müssen. Auch eine Übertragung von Mensch zu Mensch ist grundsätzlich möglich. Voraussetzung hierfür ist jedoch ein enger Kontakt oder Kontakt zu infizierten Körperstellen. „Die Quelle dieser Erkrankung ist derzeit noch genau so unklar wie der Infektionsweg“, teilte der Erste Kreisbeigeordnete und Schuldezernent Marian Zachow mit.

Wie Dr. Martin Just vom Gesundheitsamt des Landkreises Marburg-Biedenkopf erläuterte, äußert sich die Erkrankung beim Menschen mit teilweise entzündlichen, runden Hautveränderungen, insbesondere am behaarten Kopf und am Rumpf. Die Hautveränderungen können stark jucken. „Die Erkrankung bleibt aber auf die Haut beschränkt, ist lästig, im Ergebnis aber nicht bedrohlich“, sagte Dr. Just.

„Bei den Eltern herrscht jetzt ein gewisses Maß an Verunsicherung. Deshalb werden wir mit einer Elternversammlung am Donnerstag die Schulgemeinde umfassend informieren und aufklären“, so Zachow.

Es gebe keine Hinweise, dass die Schule selbst die Quelle der Infektion oder dort eine Ansteckung begünstigt worden ist. „Wir möchten jedoch sicher sein, dass sich diese Erkrankung in der Schule nicht weiter verbreitet“, so der Erste Kreisbeigeordnete. Kreisbeigeordnete.

Der Landkreis stehe mit dem Robert-Koch-Institut in Berlin und mit dem Institut für Mikrobiologie der Marburger Philipps-Universität in Kontakt, um weitere Schritte abzustimmen, heißt es weiter.

„Für Eltern, die unsicher sind, ob sich ihr Kind angesteckt hat, organisiert der Landkreis im Moment freiwillige Untersuchungsmöglichkeiten bei niedergelassenen Hautärzten in der Nähe. Natürlich können Eltern mit ihren Kindern auch einen Hautarzt ihrer Wahl aufsuchen“, sagte der Erste Kreisbeigeordnete. (aqu)

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Quelle: HNA

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