Einwohner diskutierten über Alternative für Lebensmittelladen im Ortskern von Körle

Kaufen wie bei Tante Emma

Körle. Der Lebensmittelladen im Ortskern von Körle steht vor dem Aus. Ob und welche Möglichkeiten es geben könnte, das Geschäft in der Ortsmitte zu erhalten, diskutierten 40 Einwohner, die der Einladung der Gemeinde zu einem Meinungsaustausch gefolgt waren.

Zu den Vorschlägen der Einwohner gehörte neben dem jüngst von der Handelskette Tegut angekündigte Konzept „Lädchen für alles“ mit einem auf ältere Menschen abgestimmten Sortiment in Wohnortnähe.

Auch die Idee eines selbst organisierten Bürgerladens sowie eine Art Bio-Hofladen mit regionalen Produkten wurde vorgetragen. Es hieß: Bisher habe Rewe das Angebot regionaler Produkte wie Kartoffeln und Honig neben dem eigenen Warensortiment im Nahkauf-Markt untersagt.

Auch wurde die Frage kritisch diskutiert, ob überhaupt eine Lebensmittel-Grundversorgung im Ortskern bleiben müsse oder ob man nicht eher mit kleinteiligen Läden Nischen ausnutzen sollte.

Auch ob die Wirtschaftlichkeit eines Lebensmittelladens eine Rolle spielen sollte, oder ob man zur Rettung der Infrastruktur und zur Versorgung der älteren Einwohner Unterstützung von Seiten der Kommune einplanen solle, wurde erwogen.

Es sei im Interesse der Gemeinde, wenn eine Lösung gefunden werde, damit der Laden im Ortskern erhalten werden könnte, sagte Bürgermeister Gerhold. Er erläuterte die Situation, dass bisher keine Handelskette Interesse am Standort im Ortskern von Körle gezeigt habe.

Im Hinblick auf die Konkurrenz der großen Märkte in der Umgebung könne man daher froh sein, dass Netto an der Bundesstraße in Körle eine Filiale eröffnen werde und damit die Lebensmittelversorgung der Gemeinde für mindestens 15 Jahre sichere, meinte Gerhold. Er erhoffe sich dadurch außerdem eine Kaufkraftbindung in Körle.

Der Eigentümer des Ladengebäudes im Ortskern erklärte sich bereit, die Fläche auch weiterhin zur Verfügung zu stellen, unter der Voraussetzung, dass ein tragfähiges Konzept vorliegt. Die jetzigen Betreiber sicherten jede Unterstützung zu.

„Wenn alle zusammen stehen, kann man viel erreichen. Wir als Körler sind stark genug, wir können das schaffen“, meinte Michael Greiner. Bürgermeister Mario Gerhold gründete eine Arbeitsgruppe, die Vorschläge sammelt, Informationen einholt und zügig ein Konzept erarbeiten soll. Artikel unten

Von Bettina Mangold

Quelle: HNA

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