Vectoring der Telekom nur für Wolfhager Innenstadt

Kein Datenturbo für das Wolfhager Industriegebiet

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Nehmen die Breitbandversorgung in Wolfhagen selbst in die Hand: Die Servicegemeinschaft von links: Rainer Jacob (Computer Extra), Marko Finke (Werksleiter Wolfhagen Alu-Team), Egbert Bachmann (Vorsitzender der Servicegemeinschaft), Martin Jungermann (Geschäftsinhaber Matratzenunion) und Michael Benner (Firma Rörig-Hartig Landhandel)

Wolfhagen. Rund 3000 Haushalte in der Wolfhager Kernstadt und im Stadtteil Niederelsungen haben ab dem Jahresende Zugang zur superschnellen Datenautobahn. Außen vor bleiben Firmen und Geschäftsleute.

Zum 31. Dezember, teilte Telekom-Sprecher George-Stephen McKinney mit, werde für den genannten Bereich das sogenannte Vectoring (VDSL mit 100 Megabits pro Sekunde) in Betrieb genommen.

Das Wolfhager Industriegebiet und den angrenzenden Tonberg, also das Gebiet hinter dem Wolfhager Bahnhof, hat die Telekom ausgeklammert. „Der Ausbau der beiden dort versorgenden Kabelverzweiger waren für uns nicht wirtschaftlich auszubauen, daher ist dort kein Eigenausbau seitens der Telekom geplant“, erklärte der Sprecher. Und weiter: „Daher wurden diese beiden Bereiche Ausschreibungsbestandteil der Breitband Nordhessen GmbH.“

Die soll die Versorgung der Gebiete sicherstellen, um die die anderen Anbieter aus wirtschaftlichen Gründen einen Bogen machen. Allerdings ist derzeit nicht abzusehen, wann die Breitband Nordhessen den Datenturbo bis ins Wolfhager Industriegebiet trägt. Also ergriffen nun zehn Firmen die Initiative, berieten sich und loteten eine Alternative aus. Unter Federführung der Servicegemeinschaft Wolfhagen wurde ein Vertrag mit der Telekom zum Ausbau der beiden Kabelverzweiger geschlossen. Gut 6000 Euro, so Egbert Bachmann, Vorsitzender der Servicegemeinschaft, zahlen die Firmen gemeinsam an die Telekom und bügeln damit die Beitragsdeckungslücke zur Rentabilität aus. Allerdings, so sind die Regeln gegenüber der Breitband Nordhessen, wird die Datenrate nicht im Bereich des Vectorings liegen, sondern bei der Hälfte. Bis Ende März sollen Industriegebiet und weitere 530 Haushalte angeschlossen sein.

Quelle: HNA

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