Kein Gas und keine Müllabfuhr: Baustelle ärgert Anwohner

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Ratlos: Holger Hasenbein weiß nicht, wie er seinen Müll entsorgen kann. Die Straße im Pfarrain wird erneuert, für den Verkehr ist sie gesperrt. Fotos:  Wüstefeld

Wichte. Müll, der nicht abgeholt wird, ein Krankenwagen, der nicht durchkommt und ein Gaslieferant, der wieder umkehren muss: Die Straßenbauarbeiten in Wichte behindern den Verkehr - und verärgern die Bewohner.

„Wir haben nichts dagegen, dass die Straße erneuert wird“, macht Holger Hasenbein deutlich, „nur die Art und Weise finden wir nicht in Ordnung.“ Hasenbein wohnt mit seiner Familie am Pfarrain, eine der zwei Straßen, die momentan aufgerissen ist.

Auch der Starweg ist gesperrt, Kanalarbeiten sind der Grund. Das Problem dabei: Das ist schon seit Ende März so. „Seitdem kommt man mit dem Auto nicht mehr zu den anliegenden Grundstücken“, sagt Hasenbein.

„Das freut bestimmt die Waschbären.“

Aus diesem Problem ergeben sich weitere. Feuerwehren und Krankenwagen kommen im Notfall nicht zu den Häusern. Auch der Besuch der Kirche, die am Pfarrain liegt, erweise sich als schwierig, sagt Helmut Ahrens vom Kirchenvorstand. Außerdem werde der Müll nicht mehr abgeholt, sagt Hasenbein.

Die Gemeinde hat auf Anfrage geraten, den Müll bis zum Ende der Bauarbeiten zu sammeln und dann wie gewohnt abholen zu lassen. „Das freut bestimmt die Waschbären“, sagt Anwohnerin Heike Weber.

Der Bürgermeister von Morschen, Herbert Wohlgemuth, weist die Verantwortung für dieses Problem von sich: „Die Müllentsorgung ist Aufgabe der Baufirma.“ Die hat nach eigenen Aussagen noch nichts von der Problematik mitbekommen.

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Von Constanze Wüstefeld

Quelle: HNA

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