80 Zusteller bringen die HNA im Wolfhager Land ins Haus - Dankeschönfeier

Kein Job für Langschläfer

Frühaufsteher: Gemeinsame vorweihnachtliche Feier der HNA-Zusteller aus dem Altkreis Wolfhagen im Altenhasunger Bärenberg-Gasthaus. Rechts Vertriebsleiter Michael Siegmund. Fotos: zih

Wolfhager Land. Auf diese Frauen und Männer aus den Städten und Gemeinden des Altkreises Wolfhagen vom südlichen Heimarshausen bis Niederlistingen an der Nordspitze können sich die Abonnenten der Wolfhager Ausgabe der HNA verlassen. Denn sie, rund 80 an der Zahl, sorgen jeden Tag in der Woche dafür, dass pünktlich jeden Morgen die Zeitung im Briefkasten oder der Zeitungsbox landet, damit unsere Leser rechtzeitig zum Frühstück das Neueste aus dem Wolfhager Land und der Welt lesen können.

Am Donnerstag trafen sich die Zusteller auf Einladung des hiesigen HNA-Vertriebsleiters Michael Siegmund, der auch für Gemeinden im Waldecker Nordkreis sowie Schauenburg zuständig ist, zum adventlichen Dankeschön-Nachmittag in der Altenhasunger Gaststätte „Zum Bärenberg“.

Unter den 80 Frühaufsteher war auch Ingrid Nütsch aus Wolfhagen. Die 60-jährige trat am 1. Januar 1987 das Erbe ihrer Schwiegermutter Frieda an, die schon seit Mitte der 60er-Jahre im Kernstadtbereich die HNA austrug. Ingrid Nütsch als Zustellerin im Bereich Teichberg startet montags bis samstags um 3 Uhr ihre Runde mit 170 HNA-Exemplaren im Gepäck. Gut drei Stunden dauert ihre Zustellertätigkeit, bei der sie über fünf Kilometer zurücklegt. Außer im Urlaub, den ihre Schwiegermutter übrigens ins 20 Jahren nie in Anspruch nahm, hatte Ingrid Nütsch keinen einzigen Fehltag.

Den hatte auch die 74-jährige Inge Geselle aus Balhorn nicht. Sie feierte am 8. Dezember ein Jubiläum: 30 Jahre HNA-Zustellung im Balhorner Wohngebiet Distelberg. Inge Geselle, die jetzt von ihrem Ehemann Arnold unterstützt wird, trägt 80 Zeitungen aus, die sie in großen Taschen an ihrem neuen Fahrrad befördert. Mit dem alten Transportrad war sie gestürzt. „Mir ist dabei. Gott sei Dank, nicht viel passiert, aber das Rad zerbrach in zwei Teile.“ Früher startete sie um 4 Uhr, jetzt eine Stunde später. Der Grund: In den Bad Emstaler Ortsteilen brennt wegen gemeindlicher Sparmaßnahmen erst ab fünf Uhr die Straßenbeleuchtung. Auf ihrer zweistündigen und fast drei Kilometer langen Tour versorgt Inge Geselle ihre Kunden aber nicht nur mit der HNA, sondern ist auch sehr hilfsbereit.

Häppchen für die Hunde

Wenn jemand vergessen hat die Mülltonne rauszustellen, erledigt sie das. Oder sie bringt für die eine oder andere Familie frische Frühstücksbrötchen mit. Und in ihrer Tasche ist immer ein leckeres Häppchen für die Hauskatzen und Hunde. „Die kennen mich alle, warten schon auf mich. Ärger mit den Vierbeinern hat es noch nie gegeben.“

Von Reinhard Michl

Quelle: HNA

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