Stadt beschließt Kooperation mit Chattengau-Kommunen – Bürgerwindpark denkbar

Kein Platz für Windenergie

Neue Regel: Vier Windkrafträder auf der Kuppe des Rosskopfs bei Freiburg ragen aus dem Nebelmeer. Anlagen sind künftig auch in Waldgebieten erlaubt. Archivfoto: dpa

Niedenstein. Im Stadtgebiet Niedensteins gibt es praktisch keine Flächen, auf denen Windenergieanlagen gebaut werden könnten. Es sei davon auszugehen, dass der Abstand von 1000 Metern bis zu geschlossenen Siedlungen auch künftig von Betreibern von Windenergieanlagen einzuhalten sei, sagt Werner Lange, Niedensteins Bürgermeister.

Die Stadtverordneten beschlossen am Donnerstag in Wichdorf einstimmig, dass ein kooperatives kommunalpolitisches Vorgehen in der Windenergieplanung mit Edermünde und Gudensberg sinnvoll ist.

Bisher habe es restriktive naturschutzrechtliche Vorschriften gegeben. Die seien gelockert worden. So sei es nunmehr denkbar, Windenergieanlagen auch in Waldgebieten zu bauen.

Gemeinsam mit den anderen Kommunen soll eine flächendeckende Untersuchung für die Standortfindung in Auftrag gegeben werden. Die Stadt Gudensberg habe sogar bereits ein faunistisches (Tiere) Gutachten beauftragt, um die Vogelflugrouten untersuchen zu lassen.

Die Kommunen wollen außerdem prüfen, ob es eine Möglichkeit gebe, gemeinsam mit den Einwohnern einen Bürgerwindpark zu bauen. „Wir sollten alles unternehmen, um die Wertschöpfung in der Region zu halten“, sagte Lange. Wegen der sehr begrenzten Gebiete sei eine Änderung des Flächennutzungsplans in Niedenstein derzeit nicht notwendig. Sollte ein gemeinsames Windenergieprojekt umgesetzt werden, werde dies nicht in der Gemarkung Niedensteins realisiert werden können, sagt Lange.

Von Damai D. Dewert

Quelle: HNA

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