Feuerwehr Ziegenhain gibt Tipps für sicheren Umgang mit dem Grill

Schwalmstadt. Immer dienstags treffen sich die Mitglieder der Ziegenhainer Feuerwehr, im Sommer grillen sie bei den Zusammenkünften gern. Die Brandschützer sind Experten, wie man richtig und sicher den Grill anwirft.

Das sichere Grillen beginnt mit der Vorbereitung: „Bei Grillanzündern sollte man darauf achten, dass sie normiert sind“, sagte Stefan Frömel von der Gruppe Brandschutzerziehung. Spiritus, Benzin oder Reinigungsalkohol eignen sich nicht zum Feuer anzünden. Sie sind gefährlich, weil sie Stichflammen verursachen. Auch der falsche Standort des Rosts kann Brände auslösen: Der Grill gehört nicht unter den Freisitz, neben Sträucher oder gar in Wohnräume.

Steht der Grill sicher und fest: „Handschuhe anziehen“, rät Feuerwehrmann Karsten Linke. Auch einen Eimer Sand kann der Griller für den Notfall zum Löschen bereitstellen. Dann kommt die Kohle in den Grill – das Feuer kann mit flüssigem oder festen Anzünder zum Lodern gebracht werden. „Ich rate immer, den Grill frühzeitig anzustecken“, sagte Frömel. Denn durch wildes Wedeln oder gar mit dem Föhn der Glut nachhelfen zu wollen, kann Glutteilchen aufwirbeln, die einen Brand auslösen. 20 Minuten dauert es, bis sich Glut bildet.

Sicher: Die Mitglieder der Brandschutzerziehung der Feuerwehr Ziegenhain (von links) Karsten Linke, Stefan Frömel, Uta Zschunke und Stefanie Reuter kennen die Gefahren beim Grillen. Foto: Schittelkopp

„Die meisten Unfälle passieren, wenn man noch einmal Grillanzünder nachschüttet“, sagte Karsten Linke. Es können Flammen entstehen, die zu schweren Verbrennungen führen.Laut Angabe der Leitstelle Schwalm-Eder werden Rettungskräfte jährlich zu fünf Grillunfällen im Jahr gerufen. Feuerwehrsanitäterin Stefanie Reuter rät, wenn es zu Verbrennungen gekommen ist, diese sofort zu kühlen: „Mit lauwarmen Wasser, nicht mit Eiskompressen, da ist der Kontrast zu groß“, rät sie.

Am besten hält man die Wunde unter den laufenden Wasserhahn, bis der Schmerz aufhört und danach verbinden. „Bei großen Brandwunden wie am Unterarm, im Gesicht oder bei Kindern immer den Krankenwagen rufen“, rät die Feuerwehrsanitäterin.

Während des Grillens sollten Kinder und Hunde beaufsichtigt werden, damit sie den Rost nicht umstoßen. Der Griller darf nicht zu tief ins Glas schauen. So steht dem Grillvergnügen nichts im Weg.

Von Claudia Schittelkopp

Quelle: HNA

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