Landkreis sagte Nein: Schulbus behält alte Route, Kinder müssen B254 überqueren

Kein Stopp am Schönberg

Auf Grün warten: Täglich überqueren die Schulkinder vom Schönberg und Trockenbach zweimal die B254, um zum Bus und nach Hause zu kommen. Die Aufnahme entstand im November. Foto: Archiv

Röllshausen. Bereits zum zweiten Mal hat der Schwalm-Eder-Kreis das Gesuch der Gemeinde Schrecksbach abgelehnt, die Route des Schulbusses durch Röllshausen zu verändern.

Nach einem Gespräch mit Bürgermeister Andreas Schultheis heißt es in einem Schreiben des Landrats Frank-Martin Neupärtl, eine besondere Gefahr für die Schulkinder sei nicht zu erkennen.

Die Schüler der Ortsteile Röllshausen, Schönberg und Trockenbach fahren mit dem Bus nach Schrecksbach, wenn sie die dritte und vierte Klasse der Grundschule besuchen.

Gefahrenpunkt

Die Haltestelle befindet sich in der Schwalmtalstraße beim Seniorenwohnheim, Kinder aus Trockenbach und vom Schönberg müssen deshalb täglich zweimal die B254 überqueren. In der Vergangenheit hatten Anwohner und Lokalpolitiker beklagt, dass Laster und Autos zu schnell durch den Ort brausen, an die 50 hält sich nicht jeder: ein Gefahrenpunkt für die Schulkinder.

Ein unhaltbarer Zustand, findet Gemeindevertreter Lars Diehl (CDU), er stellte zwei Anträge im Parlament, der Gemeindevorstand solle beim Kreis eine Änderung der Busstrecke beantragen. „Ich will etwas für unsere Kinder erreichen“, sagte Diehl. Denn die B254 sei ein Gefahrenpunkt. Dabei ist die Lösung aus seiner Sicht einfach.

Der Schulbus solle die Haltestellen in Schönberg und Trockenbach anfahren. Anstatt die Kreisstraße zu nutzen, soll der Bus durch den Ort fahren und zwei Extra-Stopps einlegen. „Der Bus soll keine 20 Kilometer Umweg fahren“, sagte der Vater einer Tochter. Durch zusätzliche Haltepunkte könnte die Sicherheit der Schulkinder gewährleistet werden.

Richtlinien eingehalten

Bürgermeister Schultheis sagte: „Der Landkreis hatte sich an Richtlinien zu halten und beschloss nicht willkürlich.“ Es bleibe abzuwarten, ob der Landkreis neu entscheide, wenn im nächsten Schuljahr mehr Kinder betroffen sind. Lars Diehl teilte mit, dass die CDU-Fraktion nach den Sommerferien das Gespräch mit den Verantwortlichen erneut suchen werde.

Von Claudia Schittelkopp

Quelle: HNA

Kommentare