Schwarzenborner Stadtverordneten beschlossen einstimmig Nachtrag 2010 und Haushalt 2011

Kein Widerstand gegen Finanzpläne

Schwarzenborn. Einstimmig winkten die Stadtverordneten aller Fraktionen den Nachtragshaushaltsplan 2010 sowie den Haushalt für das kommende Jahr durch. Weil die Stadt vom Land Hessen über die so genannten Schlüsselzuweisungen im kommenden Jahr 141 000 Euro weniger bekommt, übten die Parlamentarier bei ihrer Sitzung noch einmal heftige Kritik an Wiesbaden.

Den erst kürzlich bekannt gewordenen Einbruch bei den Schlüsselzuweisungen werde die Stadt trotz verbesserter Finanzlage nicht auffangen können, sagte Bürgermeister Jürgen Kaufmann. Für 2011 hatte die Kommune bislang mit einem Haushaltsloch von 74 000 Euro kalkuliert, das sich durch die Einbußen bei den Landesmitteln nun entsprechend vergrößern könnte. „Das ist aber noch nicht klar. In einem Jahr kann viel passieren“, sagte Kaufmann.

Derzeit plant das Rathaus 2011 mit Einnahmen von 1,62 Mio. Euro. Die Ausgaben werden auf 1,7 Mio. Euro geschätzt. Mit einem ausgeglichenen Haushalt rechnet Schwarzenborn frühestens wieder 2013.

Bei der Gewerbesteuer geht die Kommune von einer leichten Steigerung von 150 000 Euro (2010) auf 160 000 Euro (2011) aus. Bei den geplanten Einnahmen aus der Einkommenssteuer zeichnen sich keine größeren Veränderungen ab: 270 000 Euro (2010), 265 000 Euro (2011).

Der verabschiedete Nachtragshaushalt 2010 weist ein Defizit von 94 000 Euro aus. Die Schulden von Schwarzenborn bezifferten sich aktuell auf 1,07 Mio. Euro. Damit liegt die Pro-Kopf-Verschuldung bei etwa 1000 Euro. (bal)

Quelle: HNA

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