Keine Erhöhung der Kita-Gebühren in Homberg

Kreisstadt will für junge Familien attraktiv bleiben.

Homberg. Gegen Gebührenerhöhungen und für weniger Wahlmöglichkeiten bei den Betreuungszeiten haben sich die Stadtverordneten in ihrer Sitzung ausgesprochen.

Bislang hatten Eltern in Homberg die Möglichkeit, aus 16 Betreuungsmodulen zu wählen. Künftig wird es noch neun Möglichkeiten geben. Damit sei man immernoch sehr flexibel und bekomme zudem mehr Geld, nämlich 60 000 Euro pro Jahr, aus der Landesförderung, sagte Bürgermeister Dr. Nico Ritz im HNA-Gespräch.

„Es geht nicht bei allen Themen immer nur ums Geld.“

Gegen die Gebührenerhöhung sprachen sich alle Fraktionen aus. Die Kindergärten verursachten zwar enorme Kosten, doch wolle man attraktiv für junge Familie und Neubürger sein, sagte Stefan Gerlach (SPD). „Eine Erhöhung und somit eine zusätzliche Belastung für Familien würde uns zurückwerfen“, erklärte er.

Finanzielle Gründe dürften nicht dazu führen, dass Kinder nicht in den Kindergarten gehen, sagte Achim Jäger (FWG).

Eine Erhöhung der Gebühren hatte der Magistrat der Stadt vorgeschlagen und war damit der Aufforderung des Landesrechnungshofes gefolgt. Dieser hatte bei den Gebühren noch Spielraum gesehen.

Tropfen auf den heißen Stein

Hätten sich die Stadtverordneten für die Gebührenerhöhung ausgesprochen, hätte das rein rechnerisch etwa weitere 60 000 Euro pro Jahr in die Stadtkasse gebracht. Doch auch das wäre nur ein Tropfen auf den heißen Stein gewesen, so Bürgermeister Ritz. Und weiter: „Es geht aber nicht bei allen Themen immer nur ums Geld.“ Es sei eine gute Entscheidung der Stadtverordneten.

Hohes Defizit

Die Kosten für die Kindergärten machen ein hohes Defizit im Haushalt der Stadt aus. 2016 beträgt es in diesem Bereich 2,6 Mio. Euro. Aufwand: 3,45 Mio. Euro. Etwa zehn Prozent der Kosten erwirtschafte man aus den Gebühren, so Ritz. (may)

Quelle: HNA

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