Keine Info über Zugausfall: Bahn will Bartenwetzerbrücke nachrüsten

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Regiotram an der Bartenwetzerbrücke: Ab Herbst soll es dort auch eine Anzeigetafel geben.

Melsungen. Es sind acht Grad Minus und die Bahn kommt nicht – mit dieser Situation mussten die Fahrgäste an der Bartenwetzerbrücke am Dienstag fertig werden.

Das Problem: Weil eine Fahrgastinformation bislang dort fehlt, ist es für die Wartenden kaum einzuschätzen, ob ein Zug ausfällt oder nur Verspätung hat.

Der Nordhessische Verkehrsverbund (NVV) und die Deutsche Bahn wollen jedoch Abhilfe schaffen: Im Herbst soll dort auch eine Anzeigetafel errichtet werden.

Im aktuellen Fall hatte ein Stellwerksausfall bei Bebra die Regiotram aufgehalten, die gegen 15.30 Uhr an der Bartenwetzerbrücke sein sollte. Ein Stellwerk ist eine Bahnanlage, von der aus die Weichen und Signale zentral gestellt werden.

Die Kälte hatte laut Sabine Herms, Sprecherin des Nordhessischen Verkehrsverbunds (NVV), nichts mit dem Ausfall zu tun: „So etwas haben wir auch im Sommer.“ Die Fahrgäste an der Bartenwetzerbrücke wussten von dem Ausfall jedoch nichts: Sie verbrachten eine halbe Stunde in der Kälte, bis die nächste Regiotram kam. Wäre der Bahnausfall an der Station angezeigt worden, hätten die Wartenden zumindest die Zeit nicht an der zugigen Haltestelle verbringen müssen.

Immerhin: Im nächsten Winter soll es solche Situationen nicht mehr geben: Im Herbst werde die Bahn dort eine dynamische Schriftanzeige anbringen, sagt Herms. Alle anderen Bahnhöfe auf der Strecke im Melsunger Land verfügen laut Bahn bereits über diese Technik. Mit einem Investitionsprogramm rüstet das Unternehmen nur dort nach, wo Anlagen fehlen. Ab 2013 errichtet der NVV laut Herms zusätzlich eine eigene Fahrgastinformation in der Unterführung, auf der die Fahrzeiten von Bus und Bahn angezeigt werden.

Von Göran Gehlen

Quelle: HNA

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