Stadtverordnete in Guxhagen stimmen für Haushalt und Investitionsprogramm

Keine kalten Füße beim Bad

Zukunft gesichert: Das Guxhagener Bad steigert die Attraktivität der Gemeinde. In den kommenden Jahren wird es für etwa eine Million Euro saniert. Foto: privat

Guxhagen. Fast eine Million Euro kostet die Sanierung des Freibades in Guxhagen. Kalte Füße hat dennoch keiner der Parlamentarier angesichts der hohen Kosten bekommen. Mit 16 Ja-Stimmen und sieben Enthaltungen stimmten die Gemeindevertreter für den Haushalt und das Investitionsprogramm.

Der Guxhagener Haushalt hat sich mehr oder weniger von alleine aufgestellt: Die meisten Ausgaben, wie für das Personal, den Unterhalt der Gebäude, die Umlagen für Schule und Kreis stehen fest und an der Einnahmenseite lässt sich kaum etwas drehen.

Den Abgesang auf die kommunale Selbstverwaltung hielt in diesem Zusammenhang am Mittwoch im Guxhagener Sitzungssaal SPD-Mann Reiner Kramm.

Keine Rücklage mehr

Ein paar Euro mehr erhofft sich die Gemeinde künftig von der erhöhten Spielapparatesteuer (die neue Satzung wurde einstimmig verabschiedet) und bei anhaltender konjunktureller Lage hat man sogar einen ausgeglichenen Haushalt im Blick. Das Defizit ist mit 25 000 Euro nur noch fünfstellig – 2009 lag es noch bei über einer Million Euro.

Trotz aller Sparbemühungen und eines Konsolidierungskonzeptes steigen die Personalkosten um mehr als 150 000 Euro auf dann 2,5 Millionen Euro. Den Löwenanteil der Erhöhung (100 000 Euro) macht der Mehraufwand für die längeren Öffnungszeiten der Kindergärten aus.

Das Investitionsprogramm umfasst 750 000 Euro. Den größten Teil mit 450 000 Euro macht dabei die Sanierung des Springer- und Schwimmerbeckens des Freibades aus. 20 000 Euro kostet die energetische Sanierung der Kita Träumeland und 15 000 Euro gibt die Gemeinde für die Friedhofsgestaltung aus. Weitere 60 000 Euro fließen in die Ausstattung der Wehren und der Rest verschwindet in kleineren Posten. Die Rücklage ist aufgebraucht, die Schulden steigen auf vier Millionen Euro und dennoch steht Guxhagen im Vergleich nicht schlecht da. Einen ausgeglichenen Haushalt legten beispielsweise im vergangenen Jahr von 27 Kommunen im Schwalm-Eder-Kreis nur Gudensberg, Wabern und Edermünde vor. ARTIKEL LINKS

Von Damai D. Dewert

Quelle: HNA

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