Verkürzte Abiturzeit G 8 hat sich an Wilhelm-Filchner-Schule bewährt

Keine Probleme mit Turbo-Abi in Wolfhagen

Wolfhagen. Der Trend ist eindeutig: Das Gymnasium wird als Schulform immer beliebter. Und: Im Wolfhager Land haben Schüler und Eltern bislang wenig Probleme mit der verkürzten Abiturzeit (G8). Laut Angaben von Rita Schmidt-Schales, Leiterin der Wolfhager Wilhelm-Filchner-Schule (WFS), sind die Einwahlzahlen in der Jahrgangsstufe 5 konstant geblieben und im Vorjahr sogar sprunghaft angestiegen.

Derzeit besuchen 160 Schüler der WFS die sogenannte Einführungsphase. In dieser Stufe, die dem Jahrgang 11 entspricht, sind Schüler aus den ehemaligen Klassen 9 und 10 zusammengefasst. Sie machen im Sommer 2013 gemeinsam ihr Abitur. Die nächste Einführungsphase ist dann kein Doppeljahrgang mehr, sondern der erste klassische G 8-Jahrgang – „ein starker Jahrgang mit 110 Schülern“, sagt Schmidt-Schales.

In Landkreis und der Stadt Kassel geht der Trend in eine andere Richtung. Zwar ist auch dort das Gymnasium eine zunehmend beliebte Schulform. Doch viele Eltern wünschen sich G9 für ihre Kinder, wie die Einwahlzahlen dort bereits vor einem Jahr zeigten. So sind Kooperative Gesamtschulen wie die Heinrich-Schütz-Schule in Kassel und die Theodor-Heuss-Schule in Baunatal, die beide für angehende Abiturienten ab Klasse 5 die längere Schulzeit anbieten, von Interessenten überrannt worden.

Helga Dietrich, stellvertretende Leiterin des Staatlichen Schulamts, sagt: „Viele Eltern wünschen sich für ihre Kinder G 9 von Anfang an.“ Für Rita Schmidt-Schales hingegen hat sich G 8 an ihrer Schule bewährt. Die Schulleiterin findet es zudem wichtig, dass im Altkreis die Möglichkeit zum verkürzten Abitur angeboten wird. Und: „Die G 8-Schüler halten sehr gut mit und haben wenig Probleme“, sagt Schmidt-Schales. Zudem wünschten sich viele Eltern der WFS-Schüler für ihre Kinder die Möglichkeit zur verkürzten Abiturzeit. ZUM TAGE

Von Vera Glass

Quelle: HNA

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