SPD-Stadtverband: Stellungnahme zu Leserbriefen in der HNA

Keinerlei Hasstiraden

Homberg. Der SPD-Stadtverband hat den Eindruck, dass bestellte Leserbriefschreiber aus der Region die Meinung der Homberger CDU kundtun. Das teilt der stellvertretende Vorsitzende Gerhard Fröde in einer Stellungnahme seiner Fraktion mit. Hinter diesen Leserbriefen stecke eine Strategie, ist sich Fröde sicher: Die CDU in Homberg hebe die Steine auf und Leute aus Felsberg, Wallenstein und anderen Orten würfen sie.

Frödes Vorwurf: Fakten würden zur Seite geschoben und erst gar nicht erwähnt. Damit werde der Versuch unternommen, Leser auf der emotionalen Schiene zu beeinflussen.

Die Sozialdemokraten hätten in ihrer über 140-jährigen Geschichte schon viel erfahren und hinnehmen müssen. Alwine Seibert-Eversmeier aus Wallenstein habe in einem Leserbrief ein Vokabular gebraucht, das unterhalb der Gürtellinie treffe. Solche Worte erzeugten eine Schärfe, die das Miteinander in Homberg erschwerten und belasteten.

Keiner verhalte sich schäbig

Mit keinem Wort habe die lokale SPD „Tiraden des Hasses“ an CDU und ihren Bürgermeister gerichtet. Die Sozialdemokraten stellen in ihrem Schreiben fest, dass nicht sie das Fahrtenbuch gefälscht haben. Das müsse der Bürgermeister gewesen sein, denn er habe den Strafbefehl angenommen. Entschieden weise die SPD den Vorwurf zurück, dass sich die Mitglieder gegenüber der Bürgermeisterfamilie schäbig verhielten. Die SPD wisse selbst aus ihrer leidvollen Geschichte, was der Begriff „Sippenhaft“ bedeute.

Auch im Hinblick auf die Brandrede des Stadtverordnetenvorstehers Bernd Pfeiffers anlässlich des Neujahrsempfangs betont Fröde, dass es nicht am Gesprächswillen der SPD mit den politischen Konkurrenten, dem Stadtverordnetenvorsteher und dem Bürgermeister gefehlt habe.

Bernd Pfeiffer habe wie der Bürgermeister aufgrund seiner herausragenden Position ausreichend Zeit und Gelegenheit gehabt, parteiübergreifend das Auseinanderdriften der Parteien (im Parlament) zu verhindern. (red)

Quelle: HNA

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