Anwohner von Bauamt vertröstet worden

Kesselberg in Melsungen: Kein Platz für Fußgänger, Kinderwagen und Rollatoren

Kein Platz auf dem Gehweg: Kinder und insbesondere Menschen mit Kinderwagen oder Rollator müssen am Kesselberg häufig auf die Straße ausweichen. Foto: Böhme-Gingold/nh

Melsungen. Anwohner kritisieren, dass die Straße am Kesselberg nach Sanierung zu eng ist. Noch immer parken Autos zu weit auf dem Bürgersteig, so dass für Fußgänger - inbesondere mit Kinderwagen oder Rollator - kein Platz ist.

Sie müssen auf die Straße ausweichen. Auch für Schulkinder ist es sehr eng, die Gefahr, dass Autos beim Vorbeigehen von breiten Ranzen zerkratzt, werden ist groß.

Im Januar hatte es eine Bürgerversammlung mit dem Bürgermeister gegeben, in der sei Abhilfe versprochen worden, sagt Anwohner Jochen Böhme-Gingold aus Melsungen. Es sollten Markierungsstreifen auf dem Bürgersteig angebracht werden, die die Parkfläche der Autos einschränken. „Versprochen wurde uns auch ein Schild mit der Aufschrift Parken nur für Anwohner, um den sowieso schon knappen Parkraum für Anlieger zu reservieren“, sagt Jochen Böhme-Gingold.

Nichts davon sei geschehen. Zwar gab es von den Anwohnern Nachfragen beim Bauamt, aber man sei vertröstet worden: Die Schilder seien noch nicht geliefert. „Jetzt erfahren wir, dass kein einziges Versprechen umgesetzt werden soll. Alles soll bleiben wie es ist“, empören sich die Anwohner.

„Die Verwaltung hat es nicht für nötig gehalten uns darüber zu informieren. Wir fühlen uns verschaukelt.“ Das sei ein ärgerlicher Akt von Bürgerfeindlichkeit“, Jochen Böhme-Gingold.

Die Situation am Kesselberg sei sehr schwierig, sagt Roland Schmidt, Ordnungsamtsleiter der Stadt. Wenn die Gehwege breit genug wären, sei die weiße Linie, die den Parkraum beschränkt, möglich. Dies sei am Kesselberg aber leider nicht der Fall. Dies habe eine Überprüfung ergeben. Ein so breiter Gehweg sei wegen der schmalen Straße aber nicht möglich.

Die Straße sei außerdem zu eng, um ein Parken auf der Straße zuzulassen. Dann kämen beispielsweise Rettungsfahrzeuge nicht vorbei. Wegen der sehr angespannten Parksituation dort, könne die Stadt das Parken auch nicht grundsätzlich unterbinden. „Dann hätten wir sofort andere Probleme“, sagt Schmidt. Die Situation sei sehr unbefriedigend, sagt auch Markus Boucsein, Bürgermeister.

In der Tat sollte es Verbesserungen geben, nach eingehender Überprüfung seien diese nun nicht mehr möglich. Er könne nur an alle Autofahrer appellieren, umsichtig zu fahren und so zu parken, dass Fußgänger noch am geparkten Auto vorbei kämen. Derzeit gebe es keine Lösung für das Problem.

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Quelle: HNA

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