Künstlerdorf statt Zeltlager bei den Ferienspielen der Jugendarbeit Habichtswald

Kinder auf der Habimenta

Begeistert: Michelle und Jacqueline durften bei der documenta in einem Workshop an der Entstehung eines Kunstwerkes mitwirken.

Dörnberg. Die Spuren der documenta finden sich in diesem Jahr überall im Umkreis von Kassel. So auch am Höllchen in der Nähe von Dörnberg und in der dortigen Mehrzweckhalle. Dort hat die Jugendarbeit Habichtswald die Ferienspiele organisiert.

Die Ferienspiele - in Anlehnung an die Kasseler documenta „Habimenta“ genannt - stehen in diesem Jahr der Kunst sehr nahe. Kunst ist dabei nicht nur Gemälde oder Skulptur, sondern auch Theater, Film und Bewegung.

Bilder aus Sand

So standen für die Kinder, die in mehrere Gruppen aufgeteilt waren, immer wieder interessante Projekte auf dem Plan. Teilnehmerin Michelle Hummel: „Wir haben viel gebastelt, vor allem die Sandbilder sind richtig toll geworden. Und vorhin haben unsere Teams eine Disco veranstaltet.“

Besuch auf der documenta

Und Jacqueline Neudert berichtet vom documenta-Besuch, der auch zum Programm gehörte: „Wir haben auf der documenta einen Workshop besucht. Dort haben wir ganz viel selber gemacht. Dabei ging es darum, dass man Zeit gegen Essen, Trinken oder Spielzeug eintauschen kann.“

Susanne Kringel, bei der Jugendarbeit Habichtswald unter anderem für die Ferienspiele und andere Veranstaltungen zuständig, erläutert: „Kunst ist ja für uns Erwachsene oft schwer zu begreifen, die Kinder gehen da aber noch ganz anders heran. Da gefällt etwas oder eben nicht. Und wenn etwas gefällt, dann wollen es die Kinder auch gerne selber machen. So lässt sich ein interessantes Wochenprogramm gestalten.“

Die Spuren dieser Kunstwoche findet man in der Mehrzweckhalle an allen Ecken. Überall steht Selbstgebasteltes, die Utensilien vom Filmdreh sind noch nicht wieder verstaut, und zahlreiche Kunstwerke müssen noch trocknen, bevor sie nach dem Abschlussfrühstück stolz ins heimische Kinderzimmer getragen werden können. (ar)

Quelle: HNA

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