Kinder vom Wolfhager Teichberg

Grundschüler erhalten keine kostenlosen Busfahrkarten mehr

Müssen jetzt laufen: Grundschüler vom Wohngebiet Teichberg erhalten zum neuen Schuljahr keine kostenlosen Busfahrkarten mehr, weil ihr Schulweg kürzer geworden ist. Foto: Ricken

Wolfhagen. 20 Grundschüler vom Wohngebiet Teichberg erhalten zum neuen Schuljahr keine kostenlosen Busfahrkarten mehr, weil sich laut Kreisverwaltung „ihr Schulweg verkürzt" hat.

Hintergrund: Nur Schüler, die mehr als zwei Kilometer von der Schule entfernt wohnen, erhalten die vom Kreis bezahlte Jahreskarte.

Wie kann das sein, fragten sich die verwunderten Eltern und schrieben dem Kreis einen Brief: „Vor einigen Jahren ließen sie die Strecke zwischen Teichberg und Schule vermessen. Für uns war sie über zwei Kilometer lang, und unsere Kinder waren unter den Glücklichen, die eine Karte erhielten.“ Und weiter: „Hat es inzwischen etwa eine Erdplattenverschiebung gegeben oder kann es sein, dass es wetterbedingt ist? Wir haben hier auf dem Teichberg schon starken Wind und vielleicht hat der den Berg einfach ein bisschen näher an die Schule geweht oder geschoben?“

Die Eltern schreiben, dass ihre Kinder durchaus in der Lage seien, zur Schule zu laufen, sie sich aber erheblich an der Begründung stören würden.

Geheimnis gelüftet

Inzwischen haben Mitarbeiter des Landkreises bei allen betroffenen Eltern angerufen und das Geheimnis um den geschrumpften Schulweg gelüftet. Grundlage der Entscheidung sei der aktuelle Schulwegeplan, den die Stadt Wolfhagen und die Polizei ausgearbeitet hätten, erklärt Kreissprecher Harald Kühlborn.

Dabei werde ein sicherer Schulweg ermittelt und abgelaufen. Durch den neuen Zebrastreifen an der Hans-Staden-Straße könnten die Kinder nun bereits früher die Ritterstraße und später dann am Zebrastreifen die Hans-Staden-Straße überqueren.

Früher sei es sicherer gewesen, die Ritterstraße bis zum Ende zu laufen und dann die Hans-Staden-Straße zu queren. „Durch die Verkürzung des ermittelten sicheren Schulwegs werden die zwei Kilometer für einen Teil der Teichberg-Kinder nicht mehr erreicht“, begründet Harald Kühlborn die jüngste Veränderung.

Quelle: HNA

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