Umzug der Rappelkiste: Früheres Feldwebelwohnheim in Treysa ist jetzt eine Kita

Kinder ziehen in Kaserne

Küchendienst: Mutter Bettina Chomse kocht Mittagessen.

Schwalmstadt. Die Soldaten sind aus Treysa abgezogen, jetzt ziehen die Kinder ein: Das ehemalige Feldwebelwohnheim ist jetzt eine Kindertagesstätte. Die Elterninitiative Rappelkiste hat dort ihr neues Domizil.

Viele Jahre war die Einrichtung in einer Alten Villa in der Sachsenhäuser Straße untergebracht gewesen. Eigentümer war Hephata. Das Diakoniezentrum will das Haus in Zukunft aber selbst nutzen und hatte deshalb den Mietvertrag nicht verlängert. „Wir hatten immer ein gutes Verhältnis zur Stadt. Und die bot uns schließlich das Objekt auf dem Kasernengelände an“, erklärt Marion Mietzner, die gemeinsam mit Martina Berger die Kita leitet.

36 Kinder werden derzeit von sieben Erzieherinnen betreut – in altersübergreifenden Gruppen, das heißt von einem bis zu sechs Jahren. Die Eltern sind in den Betrieb stark miteingebunden. Auch beim Umzug haben sie tatkräftig mitgeholfen. Das Mobiliar stammt komplett aus der früheren Einrichtung.

Wo früher Grün und Braun dominierten, herrschen jetzt Blau- und Gelbtöne vor. In den Wohnküchen geben Holz und helle Farben den Ton an. Schwerpunkt der Betreuung sind die gemeinsamen Mahlzeiten. Mitbringen müssen die Kinder ihr Frühstück nicht. „Hier wird alles frisch zubereitet – unter Einbeziehung der Kinder“, erklärt Mietzner. Besonders geachtet werde auf gesunde Ernährung – rein vegetarisch. Für die Jüngsten steht ein Schlafraum zur Verfügung. „Hier hat jedes Kind sein eigenes Bett mit eigener Bettwäsche“, erzählt die Erzieherin. Schlafenszeiten gibt es nicht. „Wir richten uns ganz nach dem Rhythmus der Kinder.“ Die Nähe des Hauses zum Wald kommt dem Team sehr entgegen: „Wir bieten regelmäßig Waldwochen an“, erklärt Marion Mietzner.

Die Elterninitiative unterscheidet sich in noch einem Punkt von anderen Kitas: „Unser Vorstand besteht aus der Elternschaft – damit sind Eltern gleichzeitig auch Arbeitgeber“, sagt die Leiterin.

Von Sandra Rose

Quelle: HNA

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