Betreuung während der Ferien: Private Aktion bringt Kinder täglich raus ins Grüne

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Hatten viel Spaß im Wald: Claudia Matys (rechts) und die Kinder der Ferienspiele in Borken.

Borken. Drei Wochen Ferienbetreuung der Borkener Strolche: Die privat entstandene Aktion während der Sommeferien ist am vergangenen Freitag zu Ende gegangen.

Das Motto lautete in diesem Jahr „Umweltdetektive". „All das ist aus der Not entstanden“, erläutert Claudia Matys die Initiative. Eltern hätten angefangen, gegenseitig auf ihre Kinder aufzupassen, doch bei so vielen Kindern brauche man eine bessere Planung. Deshalb habe sie mit der Organisation der Ferienbetreuung begonnen.

Das Programm wird in enger Zusammenarbeit mit der Stadt und der Grundschule am Tor veranstaltet. Der Ferienbetreuung werden Räume in der Grundschule zu Verfügung gestellt, die Kinder von zwei Fachkräften betreut. „Auch die Eltern werden bei der Ferienbetreuung mit eingebunden. Ein Elternteil, dessen Kind drei Wochen hier bleibt, muss ungefähr zwölf Stunden mithelfen“, erläutert Claudia Matys das System.

In der letzten Woche der Ferienbetreuung ging es raus in den Wald. Im Borkener Stadtwald erlebten die Kinder Natur pur. Sie bauen Tipis und lernen viel über die Tier- und Pflanzenwelt und wie man sie schützt. „Mir ist es sehr wichtig, dass die Kinder bei den Ferienspielen etwas lernen. Wir besuchen nicht irgendeinen Freizeitpark, stattdessen geht es auf die Kugelsburg zu den Ritterspielen“, berichtet Matys. Weitere Ausflüge machten die Kinder zum Imker, in ein Klärwerk und auf eine Mülldeponie.

Besonders die Aktion „Ein Handy für Gorillas“ gefiel den Kindern gut. Bei dieser Aktion sammelten die Kinder über 20 alte Handys, um sie einzuschicken und damit zu helfen, die Lebensräume der letzten Berg-Gorillas zu retten.

Die Waldwoche ist bei den Kindern sehr beliebt. „Morgens bin ich noch ganz sauber, aber abends sehen wir alle aus wie Wildschweine“, berichtet Jani (6), der schon zum zweiten Mal bei der Ferienbetreuung dabei ist. „Trotz all dem Spaß im Wald hat sich bis jetzt noch nie jemand ernsthaft verletzt“, erzählt Matys.

Mittagessen gibt es auch mal im Altersheim. Am Anfang gab es noch eine gewisse Distanz zwischen Bewohnern und Kindern, doch die baute sich schnell ab. Auch Kinder mit Behinderung machen mit und fügen sich schnell ein. Mathys hofft, dass auch langfristig die Distanz zu behinderten Menschen abnimmt.

Für ältere Kinder gibt es von den Borkener Strolchen in den Oster- und Herbsferien immer wieder Tagesausflüge.

Von Lukas Metzger

Quelle: HNA

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