Noch vor zwei Jahren sei damit nicht zu rechnen gewesen

In Edermünde fehlen Kindergartenplätze: Wartelisten für die Krippe

Edermünde. Die Zeit drängt, denn die Nachfrage nach Betreuungsplätze in den Kindertagesstätten in Besse und Grifte, vor allem für die Jüngsten, ist groß. „Wir haben Wartelisten, vor allem für die Krippenplätze."

Das sagte Bürgermeister Thomas Petrich am Montagabend in der Gemeindevertretersitzung.

Damit sei noch vor zwei Jahren nicht zu rechnen gewesen, die Lage sei zurzeit völlig neu zu bewerten. Als Beispiel nannte Petrich Besse: Dort haben Eltern 56 von 59 krippenfähigen Kindern für einen Betreuungsplatz angemeldet - das sind über 90 Prozent. Für eine solche Quote sei man nicht eingerichtet.

Deshalb wird zurzeit mit Hochdruck an einer neuen Kindergartenkonzeption gearbeitet. Denn um mit finanzieller Förderung aus dem Kommunalen Investitionsprogramm (KIP) des Bundes weitere Kindergartenplätze schaffen zu können, müssen die Pläne dafür bis zum Jahresende eingereicht werden.

Der Gemeindevorstand wird sich in dieser Woche mit den Möglichkeiten beschäftigen, die für eine Verbesserung der Situation sorgen könnten. Es gibt laut Petrich auch Gespräche mit der Kirche als Träger der Kitas in Besse und dem Jugendamt über die Chancen einer Übergangsbetreuung, zumindest bis zum Beginn des nächsten Schuljahres.

Als eine interessante Idee bezeichnete er in diesem Zusammenhang den Vorschlag für eine Waldkindergarten-Gruppe (siehe Artikel oben). Doch das könne man nicht übers Knie brechen.

Wie es mit der Kinderbetreuung in Edermünde weitergehen soll, wird voraussichtlich in der Gemeindevertretersitzung am Montag, 19. Dezember, beraten.

Spätestens dann muss auch eine Entscheidung getroffen werden, auch was die Zukunft der Kita Pusteblume im Dorfgemeinschaftshaus in Grifte betrifft.

Quelle: HNA

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