Kinderpornos auf dem Rechner: Verfahren gegen 53-Jährigen ausgesetzt

Fritzlar. Das Verfahren gegen einen 53 Jahre alten Mann aus dem Schwalm-Eder-Kreis wegen des Besitzes kinderpornografischer Schriften ist von der Richterin am Amtsgericht Fritzlar am Dienstag nach kurzer Verhandlung ausgesetzt worden.

Während der Verhandlung stellte sich heraus, dass der Mann im Juli 2007 bereits wegen einer ähnlichen Straftat mit einer Bewährungstrafe belegt worden war.

Im Dezember 2009 habe der Sohn des Angeklagten in einem Kellerraum eine externe Festplatte gefunden, die er zur Polizei brachte. Dort sei festgestellt worden, dass sie sieben Videos und 72 Bilder mit kinderpornografischen Inhalten enthalten hatte. Richterin und Staatsanwalt waren auf Grund der Ermittlungsarbeit der Polizei davon überzeugt, dass der Angeklagte nach dem Gerichtsverfahren und dem Urteil im Juli 2007 erneut strafbare Inhalte auf dieser Festplatte speicherte.

Die vorhandenen Speicher- und Zugriffsdaten seien eindeutig, betonten sowohl die Richterin als auch der Staatsanwalt. Die Richterin sagte, der Beschuldigte sei wenige Wochen nach der Verurteilung im Juli 2007 und in der Bewährungszeit schon wieder straffällig geworden.

Der Verteidiger bezweifelte die Richtigkeit der Speicher- und Zugriffsdaten. Er war der Auffassung, dass die Dateien mit den strafbaren Inhalten möglicherweise schon vor dem Urteil 2007 auf der Festplatte vorhanden waren. Nun soll ein Sachverständiger klären, ob die Speicher- und Zugriffsdaten richtig ermittelt wurden. Wann der Prozess fortgesetzt wird oder beginnt, wurde nicht gesagt. (zam)

Quelle: HNA

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion