Kindertagesstätte Rappelkiste hat ein Parlament

Die Abgeordneten: (von links) Birgit Eckel, Lilli Ecke, Alessia Cuiffreda, Niklas Schäfer, Lisa Braun, Isabel Heldmann, Roswitha Reinbold, Daniel Bechthold und (vorne) Emma Singer, Emilia Stiegel, Greta Oesterheld und Marie Meier. Foto: Temme

Gensungen. Demokratie ist wichtig, kann aber auch ganz schön viel Arbeit machen: Das lernen die Kinder in der Kindertagesstätte Rappelkiste in Gensungen früh. Dort gibt es ein eigenes Kinderparlament. Das vor fast zwei Jahren gegründete Gremium besteht aus jeweils zwei Vertretern der fünf Gruppen der Kita.

Die Abgeordneten aus den Gruppen treffen sich regelmäßig einmal pro Woche, um über Projekte, Veranstaltungen und alle Angelegenheiten abzustimmen, die etwas mit den Kindern zu tun haben. Hierbei müssen die aus den Gruppen für ein Jahr gewählten Beauftragten die Meinung aller Kinder vertreten und sich für die entsprechenden Vorschläge und Wünsche einsetzen.

Der Posten der Abgeordneten ist den Vorschulkindern vorbehalten. Nur sie können gewählt werden. „Die Kinder respektieren die von ihnen aufgestellten Regeln viel mehr, als wenn wir Erwachsenen sie ihnen einfach vorsetzen. Die Kinder, die das Parlament bilden, sind Vorbilder für die Jüngeren“, erklärt Roswitha Reinbold, die mit Birgit Eckel das Kinderparlament leitet.

Im Vordergrund stehe vor allem die selbstständige Zusammenarbeit. Alle Beschlüsse, die per Mehrheitsentscheid beschlossen werden, werden dann in den Gruppen von den Vertretern vorgestellt „Das ist wie in der Demokratie. Wir setzen uns für die Meinung von anderen Kindern ein“, sagt Marie, die Vorsitzende des Parlaments. „Das macht viel Spaß und wir können den anderen Kindern besser helfen“, fügt Emilia hinzu.

Wichtig ist es den Erziehern, dass die Kinder so lernen, Verantwortung für sich selbst und andere zu übernehmen und so selbstständig werden. „Die Kinder lernen, wie Demokratie funktioniert“, sagt Eckel. (rax)

Von Angelina Temme

Quelle: HNA

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