Jeden Monat fehlen in der Vereinskasse 400 Euro

Kinderverein Abenteuerland braucht Geld - Gemeinde hilft mit 5000 Euro aus

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In finanzieller Not: Der Kinderverein Guxhagen kann ohne finanzielle Unterstützung der Gemeinde nicht weiter bestehen. Sie schießt nun 5000 Euro zu.

Guxhagen. Der Guxhagener Kinderverein Abenteuerland steckt in finanziellen Nöten. Jeden Monat fehlen in der Vereinskasse 400 Euro. Um Leistungen wie die Nachmittagsbetreuung zu sichern, gibt die Gemeinde nun einen Zuschuss von 5000 Euro.

Dieser Antrag der SPD sorgte bei den anderen Fraktionen für Überraschung - und ließ so manchen Politiker etwas konsterniert zurück: Der Kinderverein Abenteuerland befinde sich in finanzieller Schieflage und brauche dringend Geld, berichtete Reiner Kramm: In der Vereinskasse entstehe Monat für Monat ein Defizit in Höhe von 400 Euro. Der Antrag der Sozialdemokraten: Die Gemeinde solle die jetzige Fördersumme von 4000 Euro erhöhen und fürs laufende Jahr weitere 5000 Euro in den Haushaltsplan einstellen. Nur so könne die Zahlungsfähigkeit des Vereines sicher gestellt werden.

Die anderen Fraktionen hörten es und staunten. Es sei doch seltsam, dass ein solcher Finanzbedarf über Nacht entstehe, sagte Bürgermeister Edgar Slawik. Natürlich sei die Gemeinde stark daran interessierte, dass der Verein handlungsfähig und dass Betreuungsangebot erhalten bleibe - dennoch sei der Vereinsvorstand auf der Suche nach finanzieller Unterstützung den falschen Weg gegangen: „Die anderen Fraktionen fühlen sich düpiert“, so Slawiks Schluss aus den vorangegangenen Redebeiträgen.

Natürlich sei es wichtig, dass die Nachmittagsbetreuung für die Grundschüler erhalten bleibe, sagte Martin Graefe (CDU).

Dennoch hätte sich der Verein unbedingt an den Gemeindevorstand und nicht an eine einzelne Fraktion wenden müssen: „Um der Sache zu helfen, stimmen wir zu. Aber wir kritisieren dennoch das Verfahren.“

Das tat auch Frank Döring (Gemeinschaftsliste), indem er auf die fehlende Transparenz verwies: „Es ist erstaunlich, dass es von jetzt auf gleich soweit kommen kann.“ Rückläufige Kinderzahlen seien am Defizit schuld, erklärte Karin Wienecke (Grüne). Die 5000 Euro sollten auch erst nur in den Haushalt eingestellt und nicht ausgegeben werden.

Das Parlament bewilligt die Summe mit den Gegenstimmen der GL. (bra)

Quelle: HNA

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