Das Kioskhäuschen auf dem Marktplatz soll weg

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Steht nach 26 Jahren leer: Der Melsunger Kiosk ist unwirtschaftlich und sanierungsbedürftig. Nun wird er wohl abgerissen.

Melsungen. Als das Kioskhäuschen neben dem Melsunger Rathaus 1986 gebaut wurde, war es der Aufreger schlechthin. Der postmoderne Bau – Ergebnis eines Wettbewerbs – gefiel vielen Melsungern nicht.

Nun steht es leer. Die Freien Wähler witterten die Chance, das Häuschen abreißen zu lassen. In der Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses fand sich für deren Antrag eine Mehrheit. Nun muss noch das Parlament entscheiden.

Abgelehnt haben die Ausschuss-Mitglieder allerdings den zweiten Teil des FWG-Antrages, denn neben dem Abbruch des Kioskes wünschen die Freien Wähler die Errichtung einer öffentlichen Toilettenanlage.

Bekanntlich sind die Toiletten im Rathaus-Anbau keine Freude, und das Parlament hat zusammen mit der Verabschiedung des Haushaltes 2012 bereits 100.000 Euro für die Errichtung einer öffentliche Toilettenanlage im Bereich des Markplatzes mit verabschiedet.

Ein vor einem Jahr gestellter Antrag der FWG, für die Bartenwetzerstadt behindertengerechte, selbstreinigende Toilettenanlagen von einem Unternehmen anzumieten, hatten seinerzeit keine Mehrheit gefunden.

Abgelehnt wurde nun auch in der jüngsten Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses, dass die Stadt entsprechende Planungen erstellen lassen soll – gegebenenfalls erst später. Das fanden die anderen Fraktionen überflüssig. Und, so Dr. Ludwig-Georg Braun: „Planen kann man erst, wenn man weiß, wo man etwas planen kann.“

In der Diskussion wurde auch vorgeschlagen, für die Toiletten leere Geschäftsräume zu nutzen. Diese böten zudem die Möglichkeit, eine Art Kiosk zu betreiben, in dem Besucher der Stadt auch sonntags Andenken kaufen könnten. (bmn)

Quelle: HNA

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