Frühjahrssynode tagte in Ziegenhain: Künftig weniger Räume in den Gemeinden

Kirche bietet zuviel Platz

Sven Wolltert

Schwalm. Die Schrumpfkur für den Kirchenkreis Ziegenhain geht weiter. Weniger Kirchenmitglieder benötigen nicht nur weniger Pfarrer, sondern auch weniger Gebäude. Damit geht der Sparkurs der Landeskirche in die nächste Runde. Das beschäftige auch die Frühjahrssynode des Kirchenkreises. Sie tagte am Wochenende in Ziegenhain.

Die Konsequenz: In den nächsten Wochen werden in den Kirchengemeinden und deren Vorständen im Schwälmer Land die kirchlichen Gemeinderäume auf dem Prüfstand stehen. Erste Ergebnisse seiner Berechnungen stellte ein Auschuss den Synodalen vor. Nötig wird diese Berechnung durch die Forderung der Landeskirche: Pro 1700 Mitglieder – das entspricht der Grundlage einer Pfarrerstelle – soll es nur noch 200 Quadratemeter Fläche an Gemeinderäumen geben. Am Kirchenkreis ist es nun, einen Bedarfsplan aufzustellen, denn nur für Gemeinderäume, die dort verzeichnet sind, gibt es künftig noch Geld von der Landeskirche.

60 Prozent Fläche zuviel

Der den Synodalen vorgestellte Ist-Zustand lässt einschneidende Veränderungen befürchten. Nach Angaben des Informationsbeauftragten Sven Wollert gehen evangelische Christen im Kirchenkreis Ziegenhain in Gemeinderäumen auf 8000 Quadratmetern Fläche ein und aus. Nach Vorstellungen der Landeskirche sollte das aber nur auf 5000 Quadratmetern geschehen.

Laut Wollert ist es nun Aufgabe der Kirchenvorstände, bis Ende Mai eine Nutzungsanalyse ihrer Räumlichkeiten zu erstellen. Insbesondere die Kosten gelte es zu beleuchten. Dieses allgemeinde Umfragverfahren werde sich dann im Gebäudebedarfsplan niederschlagen, den ein Auschuss, dem Kirchenkreisvorstand vorlegen wird.

Laut Wollert werde frühestens die Synode im kommenden Frühjahr endgültig darüber entscheiden.

Von Sylke Grede

Quelle: HNA

Kommentare