Der Kirche Gesicht geben

Kirchspiel Metze: Besuchsdienstkreis startet  ehrenamtliche Arbeit

Der Besuchsdienstkreis in Ermetheis: von links Monika Höhmann, Christa Thutewohl, Adela Bobel, Christine Fichtner. Foto: privat

Metze. Nach vielen Beratungen und Schulungen im vergangenen Jahr war es jetzt soweit: 14 Mitarbeiter sind vom Kirchenvorstand im Kirchspiel Metze berufen und darauf vorbereitet worden, für Menschen in den Kirchengemeinden verstärkt da zu sein.

Sie sollen der Kirche vor Ort ein Gesicht geben und haben sich zusammen gefunden im Besuchsdienstkreis.

Kürzlich wurden sie in den Gottesdiensten in Metze und Ermetheis vorgestellt. Engagieren wollen sich in Metze Georg Appel, Monika Krug, Bruno Nürnberger, Karin Happel, Katja Fink, Anita Größel, Susanne Stössel und Ursula Fülling, in Ermetheis Monika Höhmann, Christa Thutewohl, Adela Bobel und Christine Fichtner. In Gleichen übernehmen Ute Naar und Andrea Itter die Aufgabe.

Besucht werden sollen zunächst vor allem folgende Zielgruppen:

• Neuzugezogene,

• Familien anlässlich einer Geburt,

• alte Menschen zu ungeraden Geburtstagen (71 bis 74 und 76 bis 79 Jahre),

• bedarfsorientierte Besuche: Kranke, Alleinstehende, Menschen in schwierigen Lebenslagen.

Pfarrerin Margarete Deist.

Träger des neuen Besuchsdienstkreises ist der jeweilige Kirchenvorstand. Aufgabe der Besuche ist es laut Vereinbarung, den Besuchten Gemeinschaft zu schenken, auf deren Themen, Interessen, Fragen und Probleme einzugehen. Da es sich um Besuche im Namen der Kirche handelt, gehören, wenn der Besuchte dies möchte, dazu auch Glaubensthemen. Sollte der Besuchsdienst eine allgemeine Problemlage erkennen, wird er diese Information an den Kirchenvorstand weiterleiten, damit dieser sich um eine Lösung bemühen kann.

Der ehrenamtliche Dienst des Besuchsdienst ist keine Notlösung, kein Ersatz-Dienst der seelsorgerlichen Begleitung durch die Pfarrerin; er entspreche vielmehr dem Wesen des Protestantismus, der das Priestertum aller Gläubigen lehrt, und ist in der Verantwortung aller gegründet, der Menschenfreundlichkeit Gottes ein Gesicht zu geben, heißt es in der Mitteilung der Kirchengemeinde.

Für die Berufung eines Mitarbeiters sind folgende Voraussetzungen geprüft worden, die gewährleistet sein müssen: Verschwiegenheit, Freundlichkeit, Toleranz, Einfühlungsvermögen, die Bereitschaft zur Fortbildung und Reflexion, Teamfähigkeit, sowie Bereitschaft und Freude, die Kirche mit deren Anliegen repräsentieren zu wollen und zu können. Sie Mitarbeiter sind darauf vorbereitet, sich bei Bedarf für ihren Dienst auszuweisen.

Ein Besuch bei Menschen, die neu zugezogen sind, wird in der Regel vorher schriftlich angekündigt. Wer die Dienste des Besuchsdienstes aus persönlichen Gründen in Anspruch nehmen will, kann sich jederzeit im Pfarramt melden.

Regelmäßig wird sich die Gruppe zu Rücksprachen und Koordination treffen, weitere Schulungen sind beabsichtigt. „Ich freue mich über die Bereitschaft all dieser Menschen, das Leben der Kirchengemeinde zu bereichern“, sagt Pfarrerin Margarete Deist. (red)

Quelle: HNA

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