Nach Pilzbefall des alten Baumes

Kirche in Hesserode bekommt neue Linde

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Freuen sich auf die neue Linde: von rechts Ortsvorsteherin Bärbel McEnaney, Christoph Wenderoth, Greta Oesterheld, stellvertretender Ortsvorsteher Walter Schmidt, Marlen Wenderoth, Nele Wenderoth und Ehrenortsvorsteher Kurt Pfleging.

Hesserode. Noch ist der Platz vor der Kirche in Hesserode kahl. Die Dorflinde, die dort früher stand, war im Januar wegen Pilzbefall gefällt worden. Nun bekommt sie eine Nachfolgerin: Im April wird eine neue Linde gepflanzt.

Das wird auch Zeit, findet Bärbel McEnaney, Ortsvorsteherin von Hesserode. Schließlich stand bei ihr in den vergangenen Wochen das Telefon nicht mehr still. Viele Dorfbewohner haben sich bei ihr mit Ideen gemeldet, wie man die Linde ersetzen könnte. „Eins steht fest: Die Hesseröder wollen eine neue Dorflinde“, sagt sie und lacht.

Baum kostet 700 Euro

Der Freundeskreis Kunst- und Kulturbaustelle sammelt Spenden für den Baum. 700 Euro werde die Winterlinde aus regionaler Zucht kosten, sagt Bärbel McEnaney. Im Preis enthalten ist auch die Pflege des Baums in den kommenden drei Jahren. Das Wässern der Linde übernehmen die Dorfbewohner, um Schnitt und Bindearbeiten kümmert sich die Firma Sobotta aus Gudensberg, die den Baum auch anpflanzen wird.

Es gibt eine Garantie: Sollte die Linde die drei Jahre nicht überstehen, wird die Firma einen neuen Baum zur Verfügung stellen. Wann genau im April die neue Linde gepflanzt wird, steht noch nicht fest. Sicher ist aber, dass am Samstag, 30. Juni, ab 13 Uhr das Kirchenfest in Hesserode gefeiert wird – unter der Linde, wie in den vergangenen Jahren auch. „Allerdings wird sie uns noch keinen Schatten spenden“, räumt Bärbel McEnaney ein. Etwa drei Meter hoch wird der Baum sein, wenn er gepflanzt wird. Die alte Dorflinde streckte ihre Äste 22 Meter weit in den Himmel – bis die Nachfolgerin diese Größe erreicht hat, wird es noch Jahre dauern.

Auch wenn er in seine Rolle als Dorflinde noch hineinwachsen muss – beim Kirchenfest soll der Baum gesegnet werden. „Wir wollen die Linde als neue Dorfbewohnerin begrüßen“, erklärt Bärbel McEnaney und schmunzelt.

Wie alt die gefällte Dorflinde war, weiß niemand so genau. Fest steht nur: Als die ältesten Dorfbewohner noch Kinder waren, stand die Linde schon. Geschätzt wird das Alter des Baums auf etwa 200 Jahre.

Damit nachfolgende Generationen nicht über das Alter der neuen Dorflinde rätseln müssen, würde Bärbel McEnaney gern eine Tafel mit dem Pflanzdatum neben dem Baum aufstellen. (jul)

Quelle: HNA

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