Stefan Ott ist neuer katholischer Priester für Homberg und Borken

Kirche ist seine Heimat

Neuer Pfarrer: Für die katholischen Gemeinden in Homberg und Borken ist nun Stefan Ott zuständig. Foto: Thiery

Homberg Stefan Ott ist mit seinen 34 Jahren ein junger Priester, dem aber schon früh klar war, welchen Weg er gehen will: In seiner Jugend entschloss sich der gebürtige Marburger die Konfession zu wechseln, um katholischer Priester zu werden.

Nun ist er längst im Amt und betreut seit Anfang des Monats die katholischen Gemeinden in Homberg und Borken. Am Sonntag, 30 Juni, wird er ab 15 Uhr offiziell in der Christus-Epheta-Kirche in Homberg in das Amt eingeführt.

Den Schritt nach Nordhessen hat er sich gut überlegt. Bis vor kurzem war er noch in der österreichischen Diözese Linz in St. Stefan am Walde tätig. Dort gehörte er einem Orden an, wo er sich prüfte, ob er sich ganz dem Klosterleben verschreiben sollte. Diese Idee verwarf er aber. „Ich brauche den persönlichen Kontakt zu den Menschen und wollte zurück in die Heimat“, sagt er und verbirgt nicht, dass er auch den Weg in die Armut mied, den man als Ordensbruder geht. In seiner Freizeit fährt der 34-Jährige gerne Ski, liebt klassische Musik, besucht Konzerte und verschlingt Geschichtsbücher.

Er bezeichnet sich als Technik-Liebhaber und besitzt sogar eine Spiele-Konsole. Außerdem kommt er sehr jugendlich und dynamisch in sportlicher Cargohose daher. Das lockere Auftreten steht nicht im Gegensatz zu seinen Werten. „Ich bin offen und gehe auf Menschen zu, aber ich bin auch geradlinig“, sagt er. So folgt er gefassten Entschlüssen: Ganz so war es auch einst bei seiner Berufswahl. Seine innere Stimme habe ihn zum Beruf des Priesters geführt. Schlüsselerlebnis sei eine Klassenfahrt nach Dresden gewesen, wo er in einer katholischen Kirche spürte: Das ist meine Heimat. In der ist er nun ganz angekommen. Er wird sich nun den 4400 Katholiken in beiden Gemeinden widmen und möchte dabei beiden gerecht werden.

Ott wurde in Marburg geboren und studierte dort Theologie. Im Juni 2006 erhielt er die Priestererweihe. Seine erste Diensstelle führte ihn nach Neuhof und Rommerz im Kreis Fulda. Daneben war er Jugendseelsorger der Malteserjugend der Diözese im Bistum.

Von Christine Thiery

Quelle: HNA

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