Kirchenerhaltungsfonds unterstützt Projekte in Ellingshausen und Waltersbrück

Kirche verdoppelt Spende

Geld für Sanierung: Die Kirchengemeinden in Ellingshausen (Foto) und Waltersbrück können sich freuen, sie bekommen Geld für die Restaurierung. Andreas Fehr (kleines Bild, links) Vorsitzender der Stiftung Kirchenerhaltungsfonds, übergibt den Bewilligungsbescheid an die Vertreter der Kirchengemeinde Waltersbrück, (von links) Dekan Dr. Helmut Umbach, Ingrid Wiegand (Kirchenvorstand), Pfarrer Reinhard Pflüger und Lieselotte Seibel (Kirchenvorstand). Foto: Schilling/nh

Fritzlar/Homberg/Knüllwald. Neun Kirchengemeinden der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck können sich freuen: Für die Renovierungsarbeiten an ihren denkmalgeschützten Kirchen und Orgeln gibt es Geld. Unter ihnen sind mit Neuental-Waltersbrück aus dem Kirchenkreis Fritzlar und Knüllwald-Ellingshausen aus dem Kirchenkreis Homberg auch zwei Gemeinden aus dem Schwalm-Eder Kreis.

6800 Euro gibt es für die Orgelrestaurierung in Waltersbrück (Kirchenkreis Fritzlar) und 28 200 Euro für die Innenrenovierung der Kirche in Ellingshausen. Seit Gründung des Förderkreises Ellingshausen 2008 wurden bis zum Stichtag im November 2012 von den 110 Mitgliedern Spenden und Einnahmen von genau dieses Summe gesammelt. „Die Arbeit ist noch lange nicht zu ende. Der weitere Weg der Kirchenrenovierung liegt nun vor uns, aber es geht immer weiter“, so die Förderkreissprecherin Martina Nöldner. Gemeinsam könne man es schaffen, dass die Kirche auch für nachfolgende Generationen erhalten bleibt. „Wir schauen hoffnungsvoll in die Zukunft“, betont Nöldner.

Wie an Weihnachten

„Das erinnert an die Atmosphäre vor der weihnachtlichen Bescherung“, sagte Andreas Fehr, Vorstandvorsitzender der Stiftung Kirchenerhaltungsfonds, am Dienstag im Haus der Kirche in Kassel. Dort übergab er die neun Bewilligungsbescheide in Höhe von insgesamt 469 200 Euro.

Das Besondere: Kirchengemeinden, die sich um eine Förderung bewerben, müssen zuerst selbst aktiv werden und Spenden sammeln. Der eingenommene Betrag wird dann von der Stiftung verdoppelt. Spitzenreiter war 2012 die Kirchengemeinde Burghaun des Kirchenkreises Fulda, die für die Innenrenovierung der Kirche 113 200 Euro zusammengetragen hat. Denselben Betrag gibt es jetzt noch einmal von der Stiftung.

„Diese doppelte Wirkkraft bringt eine ungeheure Motivation für die Spendensammlungen“, sagte Fehr. Und Dr. Volker Knöppel Vizepräsident der Stiftung, betonte: „Die Zusammenarbeit, die in den Gemeinden entsteht, ist ein wichtiger Aspekt der Stiftung“. Auch Bischof Dr. Martin Hein lobte den Einsatz der Menschen. „Das ist ein Tag der Freude für die Landeskirche, weil er zeigt: Die Gemeinden kümmern sich um ihre Kirchen“.

Seit zwölf Jahren

Den Kirchenerhaltungsfonds gibt es seit zwölf Jahren. In dieser Zeit wurden 220 Projekte mit neuneinhalb Millionen Euro gefördert. Sechs Millionen Euro haben die Kirchengemeinden zusammengetragen. In den ersten Jahren verdoppelte die Stiftung die Spendensummen nicht nur, sondern unterstützte mit größeren Geldbeträgen. Das ist derzeit aufgrund der niedrigen Zinsen, die es für das Stiftungskapital gibt, nicht möglich. Im Gegenteil: Um die Verdoppelung weiterhin gewährleisten zu können, stellt die Landeskirche ab diesem Jahr jährlich 200 000 bis 300 000 Euro zur Verfügung. Zudem wird die Stiftung in den landeskirchlichen Kollektenplan aufgenommen.

Von Meike Schilling und Maja Yüce

Quelle: HNA

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