Stiftung unterstützt neun Projekte mit 469 200 Euro – Kirche in Oberlistingen ist dabei

Kirche verdoppelt die Spenden

Andreas Fehr (links) Vorstandvorsitzender der Stiftung Kirchenerhaltungsfonds, übergibt den Bewilligungsbescheid über 45600 Euro an die Vertreter der Kirchengemeinde Breuna-Oberlistingen, (von links) Pfarrer Thomas Wischnath, Kirchenvorsteherin Irmtraud Schmalz, Ingrid Hülsbeck (Förderkreis), Hermann Döring (Kirchenältester) und Volker Dippel (Kirchenvorstand). Das Geld wird in die Innenrenovierung der Kirche investiert. Foto: Schilling

Oberlistingen. „Das erinnert an die Atmosphäre vor der weihnachtlichen Bescherung“, sagte Andreas Fehr, Vorstandvorsitzender der Stiftung Kirchenerhaltungsfonds, am Dienstagnachmittag im Haus der Kirche in Kassel.

Dort hatte er die schöne Aufgabe, Bewilligungsbescheide in Höhe von insgesamt 469200 Euro zu übergeben. Mit dem Geld fördert die Stiftung der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck in diesem Jahr Bauprojekte in neun Kirchengemeinden im Bereich der Landeskirche - mit dem Schwerpunkt Innenrenovierung und Orgelrestaurierung in denkmalgeschützten Kirchen. Mit dabei ist auch Oberlistingen – dort fließen 45 600 Euro in die Innenrenovierung der Kirche.

Das Besondere: Kirchengemeinden, die sich um eine Förderung bewerben, müssen zuerst selbst aktiv werden und Spenden sammeln. Der eingenommene Betrag wird dann von der Stiftung verdoppelt. Spitzenreiter war 2012 die Kirchengemeinde Burghaun des Kirchenkreises Fulda, die für die Innenrenovierung der Kirche 113200 Euro zusammengetragen hat. Denselben Betrag gibt es jetzt noch einmal von der Stiftung, so dass für die Renovierung insgesamt 226400 Euro zur Verfügung stehen. „Diese doppelte Wirkkraft bringt eine ungeheure Motivation für die Spendensammlungen“, sagte Fehr. Und Dr. Volker Knöppel Vizepräsident der Stiftung, betonte: „Die Zusammenarbeit, die in den Gemeinden entsteht, ist ein wichtiger Aspekt der Stiftung“. Auch Bischof Dr. Martin Hein lobte den Einsatz der Menschen. „Das ist ein Tag der Freude für die Landeskirche, weil er zeigt: Die Gemeinden kümmern sich um ihre Kirchen“.

Den Kirchenerhaltungsfonds gibt es seit zwölf Jahren. In dieser Zeit wurden 220 Projekte mit neuneinhalb Millionen Euro gefördert. Sechs Millionen Euro haben die Kirchengemeinden zusammengetragen. In den ersten Jahren verdoppelte die Stiftung die Spendensummen nicht nur, sondern unterstützte auch mit größeren Geldbeträgen. Das ist derzeit aufgrund der niedrigen Zinsen, die es für das Stiftungskapital gibt, nicht möglich. Im Gegenteil: Um die Verdoppelung weiterhin gewährleisten zu können, stellt die Landeskirche ab diesem Jahr jährlich 200000 bis 300000 Euro zur Verfügung. Zudem wird die Stiftung in den landeskirchlichen Kollektenplan aufgenommen. (pmi)

Quelle: HNA

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