Name und Mitarbeiter gesucht

Kirchenkreis will Second-Hand-Laden eröffnen

Melsungen. Mit Chic und Charme präsentierten die Pfarrerinnen Ulrike Grimmell-Kühl und Margret Artzt vor Synodalen, wie man sich demnächst preiswert und gut neu einkleiden kann.

Unter der Trägerschaft des Kirchenkreises Melsungen wird an der Burgstraße in der Melsunger Innenstadt ein Second-Hand-Shop eröffnet. Ulrike Grimmell-Kühl rechnet in ein bis zwei Monaten mit dem Start, wie sie in der jüngsten Synode ankündigte.

Zum Einstand schenkte sie Dekan Norbert Mecke eine schicke Krawatte und ein passendes Hemd dazu. Das war auch ein Zeichen des Dankes dafür, dass 1650 Euro für den neuen Laden zur Verfügung gestellt werden. Das Geld war beim Einführungsgottesdienst des neuen Dekans gespendet worden.

Die Vorgeschichte: Im November 2009 hatte sich die Kreissynode Melsungen mit dem Thema Armut hat viele Gesichter befasst. Mit der Melsunger Tafel, der Spangenberger Stiftung Himmelsfels und der Mittagsverpflegung der Melsunger Gesamtschule wurden laut Ulrike Grimmell-Kühl Projekte vorgestellt, die auf die zunehmende Armut reagiert haben. Der Kreisdiakonieausschuss war damals beauftragt worden, an Lösungsmöglichkeiten mitzuarbeiten.

In Zusammenarbeit mit dem Diakonischen Werk im Schwalm-Eder-Kreis wurde an der Entwicklung im Kirchenkreis Melsungen gearbeitet. "Teilhabe ermöglichen - gegen Armut und Ausgrenzung im ländlichen Raum. Im Zusammenhang mit diesem Projekt entstehen nach den Worten der Pfarrerin in den Kirchenkreisen Initiativen, die die Betroffenen nicht nur versorgen, sondern auch zur Mitarbeit einladen.

"Das Geld ist nicht das Wichtigste für die kirchliche Arbeit", sagte die Pfarrerin zum Projekt Second-Hand-Kleiderladen in Melsungen. Der Second-Hand-Laden solle auch zur Mitarbeit motivieren. Ulrike Grimmell-Kühl: "Im Gegensatz zur Melsunger Tafel, die nur auf Nachweis der Bedürftigkeit in Anspruch genommen werden kann, ist der Zugang zu einem Second-Hand-Kleiderladen für alle möglich und gewollt." In dem Laden werde gebrauchte Kleidung angenommen und gegen einen geringen Betrag weitergegeben. Sinnvoll sei auch das Angebot, bei einer Tasse Kaffee mit Kunden ins Gespräch zu kommen, sagte Pfarrerin Grimmell-Kühl.

Der Laden solle ein Selbstläufer werden, sich selbst tragen. Er solle keine Altkleider-Sammelstelle werden. Gesucht werden noch ehrenamtliche Mitarbeiter und ein guter Name. Vorschläge wie Jacke wie Hose und Chic-Saal gibt es bereits.  Kontakt: Diakonisches Werk Schwalm-Eder in Homberg, Matthias Pohl, Tel. 05681/992017, E-Mail: pohl@dwsek.de

Quelle: HNA

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