Ab 2020 

Kirchenkreise Hofgeismar und Wolfhagen rücken zusammen

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Bunter Markt: Bei einem Auftaktkongress zur Bildung des gemeinsamen Kirchenkreises Hofgeismar und Wolfhagen kamen rund 150 Teilnehmer in die Wolfhager Stadthalle. 

Wolfhagen/Hofgeismar. Aus den zwei Kirchenkreisen Hofgeismar und Wolfhagen wird im Jahr 2020 einer. 

Mit dem Auftaktkongress am Samstag in der Wolfhager Stadthalle rückten sich Ehren- und Hauptamtliche beider Kreise näher. Das Treffen mit rund 150 Teilnehmern symbolisierte aber auch das Ende der Phase eins der Neubildung. Kleinere Arbeitsgruppen hatten sich in den vergangenen Monaten um eine Bestandsaufnahme gekümmert. 

Darin finden sich beispielsweise die einzelnen Aktivitäten wie Kirchenmusik und Jugendarbeit, aber auch ein Katalog aller Gebäude wie Kirchen, Kindergärten und Gemeindehäuser.

Im Gespräch: Pfarrer Gerd Bechtel, Sozialarbeiterin Hiltrud Pfleging und Anja Mueller-Opfermann vom Ökumenischen Arbeitskreis Flüchtlingshilfe. 

Was dabei herausgekommen ist, konnten die Besucher an verschiedenen Marktständen erfahren, an denen sich die Mitarbeiter der beiden Kirchenkreise unter den Oberbegriffen wie Diakonie, Ehrenamt, Jugendarbeit, Kindergottesdienst und anderen Bereichen präsentierten. 

In der nächsten Phase sollen bis Ende 2017 konkrete Ideen und Visionen für den neuen Kirchenkreis entwickelt werden. Dies biete die größten Mitwirkungsmöglichkeiten für die 1500 Aktiven der beiden Kirchenkreise, erklärte Wolfhager Dekan Dr. Gernot Gerlach in einer anschließenden Pressekonferenz gegenüber der HNA.

Die Stimmung sei trotz dieser Veränderungprozesse gut, freute sich der Hofgeismarer Dekan Wolfgang Heinicke. Er schätzt aufgrund der Rückmeldung von der Veranstaltung, dass gut 80 Prozent der Neubildung positiv gegenüberstehen. Bei den restlichen gebe es noch durchaus nachvollziehbare Bedenken. 

In der Pressekonferenz machten Gerlach und Heinicke, die Vorsitzenden der beiden Kreissynoden Beatrix Hieronimus (Calden) und Günther Dreisbach (Wolfhagen) sowie der Sprecher für Öffentlichkeitsarbeit Pfarrer Sven Wollert (Westuffeln) deutlich, dass die Neubildung sehr behutsam und individuell vonstatten gehen solle. So könne man beispielsweise aufgrund der Entfernung nicht Musikgruppen zusammen schließen und auf einen Standort festlegen. Von der einen Grenze des gemeinsamen Kirchenkreises zum anderen seien immerhin 100 Kilometer zu überwinden.

Umso mehr ein Anlass über Verbindendes nachzudenken. So wurden schon Ideen entwickelt, wie man sich symbolisch aufeinander zu bewegt. Beipielsweise mit einer gemeinsamen Wanderung entlang der Warme, die ja durch beide Kirchenkreise führt. Sicher ist schon ein gemeinsamer Gottesdienst am oder im Bahntunnel zwischen Zierenberg und Calden-Fürstenwald.

Quelle: HNA

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