Gemeindevertreter sprachen sich einstimmig gegen teurere Erweiterung aus

Kita in Körle wird neu gebaut

Kita in Körle wird neu gebaut

Körle. Um künftig ausreichend Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren (U3) zu haben, sprachen sich die Gemeindevertreter von Körle einstimmig für einen Kita-Neubau in der Ortsmitte aus.

In der Sitzung am Donnerstagabend wurden zwei Varianten diskutiert. Zum einen die ursprünglich geplante Erweiterung des Kindergartens Pfiffikus, zum anderen ein Neubau in der Ortsmitte. "Ein Neubau vereint insgesamt einfach mehr Vorteile", sagte Mario Gerhold.

Gerhold stellte die Vor- und Nachteile beider Varianten gegenüber und sprach sich für den Neubau aus. Ein gewichtiges Argument sei, dass ein Anbau mit höheren Kosten verbunden sei als ein Neubau. Nach derzeitigem Stand kämen bei einer Erweiterung etwa 475.000 Euro auf die Gemeinde zu, bei einem Neubau hingegen etwa 400.000 Euro.

Das sei dem Umstand geschuldet, dass in den bereits bestehenden Bau stark eingegriffen werden müsste. Diese Variante koste viel mehr als eigentlich gedacht. "Die Kostenrechnung ist schon sehr transparent, trotzdem gibt es Unwägbarkeiten bei einer bestehenden Substanz", gab Gerhold außerdem zu bedenken. Zudem böte der Anbau zukünftig keine Erweiterungsmöglichkeit, der Neubau hingegen schon.

Auch eine Folgenutzung sei bei einem separaten Gebäude leichter. Gegen den Anbau spräche weiterhin die ohnehin angespannte Parkplatzsituation an der Kita Pfiffikus, die durch einen Neubau entschärft würde. Eine ortsnahe Einrichtung sei außerdem mit öffentlichen Verkehrsmitteln besser erreichbar.

Kosten für Anbau zu hoch

Schließlich würde ein Neubau den laufenden Betrieb im Pfiffikus nicht beeinträchtigen. "Es sind also nicht nur die Kosten, die für einen Neubau sprechen. Er vereint insgesamt einfach mehr Vorteile", zog Gerhold Bilanz.

Michael Greiner (CDU) sagte, es sei eine gute Entscheidung gewesen, sich bei der letzten Sitzung noch nicht festzulegen und stattdessen die entstehenden Kosten bei einem Anbau noch einmal genau zu prüfen. "Sie sind nicht zu stemmen." Seine Partei wolle die U3-Betreuung auch vorantreiben und plädiere für einen modernen Neubau, der einen optimalen Betrieb gewährleiste. Bei der Realisierung solle allerdings darauf geachtet werden, dass auch das geplante Ärztehaus umsetzbar bleibe, "denn das liegt uns am Herzen."

Michael Oetzel (SPD) teilte die Meinung, dass eine Erweiterung zu teuer sei. "Die Variante Neubau sieht da freundlicher aus, auch wenn ich mir gewünscht hätte, dass sie noch freundlicher aussieht." Da aber die Vorteile für den Neubau überwögen, sage auch die SPD Ja zum Neubau.

Von Nicole Schippers

Quelle: HNA

Kommentare