Kitaplätze: Experten rechnen mit Klagewelle - im Kreis fehlen noch 212 Plätze

Schwalm-Eder. Ab dem 1. August 2013 besteht ein Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für unter dreijährige Kinder. Dann rechnen der Deutsche Städtetag und das Deutsche Institut für Jugendhilfe und Familienrecht mit einer Klagewelle der betroffenen Eltern, weil es noch immer zu wenig Kita-Plätze gibt.

Daraus können für die Städte und Kreise finanzielle Folgen entstehen. Das könnte auch den Schwalm-Eder-Kreis betreffen. Wieviele Klagen kommen, kann der stellvertretende Leiter des Jugendamtes des Kreises Schwalm-Eder, Horst Abel, nicht einschätzen. Zwar gehe er davon aus, dass Eltern auf Klagen verzichteten, „wissen tue ich es aber nicht“. Er hoffe, dass sich die Situation wie im Jahr 1996 verhält, als der Rechtsanspruch für einen Kindergartenplatz eingeführt wurde und keine Klagen kamen, trotz ähnlicher Versorgungsquote.

Selbst wenn keine Klagen eingehen, ist Abel mit der vorherrschenden Situation nicht zufrieden. Noch immer fehlen 212 Plätze (sechs Prozent), bis die 1480 (37 Prozent) Plätze erreicht werden, die der Kreistag erschaffen möchte. Trotzdem sei der Ausbau der Betreuungsangebote gut angelaufen.

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Von Constanze Wüstefeld

Quelle: HNA

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