Landkreis und Naturpark planen Kunstprojekt mit fünf Exponaten im Sommer 2011

Klänge für den Dörnberg

Eigene Atmosphäre: Der Dörnberg soll im nächsten Sommer Schauplatz einer Freiluft-Klangkunstausstellung werden. Foto: Wolff/nh

Zierenberg/Kassel. Neulich erhielt Heidi Rühlmann den Anruf einer Künstlerin aus Irland, die Nordhessen von documenta-Besuchen kennt. „Das kann doch nicht bei Kassel sein“, sagte sie beim Blick auf die Webseite, auf der die Bewerbungsunterlagen für ein Klangkunstprojekt am Dörnberg und mehrere Fotos stehen. „Das sieht ja aus wie in den schottischen Highlands.“

Dass das Dörnberg-Areal ein Ort mit ganz eigener, zauberhafter Atmosphäre und gerade auch einer beeindruckenden Akustik ist, weiß auch Heidi Rühlmann („Zentrale für aktive Kunst“). Sie überzeugte Jürgen Depenbrock, den Geschäftsführer des Naturparks Habichtswald, dass es sich womöglich auch für Kunstprojekte eignet. Mit im Boot bei dem Wettbewerb, dessen Bewerbungsphase am 30. November endet, ist der Landkreis Kassel, der sich - so Pressesprecher und Kulturbeauftragter Harald Kühlborn - eine bessere Vermarktung des Dörnbergs als touristischer Magnet verspricht.

Weil es sich um eine sensibles Schutzgebiet handelt, wird die Jury, die über die fünf Exponate entscheidet, nur Objekte mit umweltverträglichen Materialien zulassen. Die genauen Standorte der temporären Kunstwerke werden mit der Naturschutzbehörde abgestimmt.

Fest steht, dass die Tonale 2011 am 2. Juni eröffnet werden soll. Finanziert wird die Realisierung der Kunstwerke - jeder Künstler erhält 3000 Euro für Materialien, Transport und Reisekosten - durch die Kasseler Sparkasse. Der Wettbewerb ermögliche einen völlig neuen Blick auf das Naherholungsgebiet, sagt Pressesprecher Michael Krath, und werde neues Interesse an der Region wecken. Wer alle Exponate anschauen will, wird nächsten Sommer bei einem Spaziergang entspannen können: Etwa zwei Stunden wird es dauern, die vorgesehenen Standorte „abzuwandern“.

Infos mit Bewerbungsunterlagen unter: www.zakkunst.de

Von Mark-Christian von Busse

Quelle: HNA

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