Mitglieder der Initiative wollen Entscheidung des Kasseler Landgerichts anfechten

Klärwerk: Verein will Revision

Jörg

Borken. Der Verein Klärwerk will weiter vor Gericht gegen die Gebühren für den Bau der Kläranlagen in Trockenerfurth und Gombeth vorgehen. Einstimmig beschloss die Mitgliederversammlung, Revision gegen eine Entscheidung des Verwaltungsgerichtes Kassel einzulegen.

Das Gericht hatte die Klage von fünf Betroffenen gegen die Gebühren abgewiesen. Bernd Fasshauer, im Verein für die Klärgruppe Trockenerfurth zuständig, erklärte, die Auswertung des Urteils habe ergeben, dass es weiterhin Ungereimtheiten in der Berechnung der Stadt Borken gebe. Dies sei die Chance für einen zweiten Anlauf in nächster Instanz.

Die juristische Vertretung soll für beide Klärgruppen der Anwalt Jörg Blum übernehmen, der bisher schon für Gombeth zuständig war. Die bisher zuständige Juristin Ingeborg Angermann gehe in Ruhestand. Blum sei mit dem Sachverhalt vertraut und müsse sich nicht mehr einarbeiten.

Vereinsvorsitzender Bernd Zuschlag sagte, er halte eine Zusammenarbeit mit ähnlichen Bürgerinitiativen für vorstellbar. So könne man gemeinsam gegen ungerechte und offensichtlich willkürliche Entscheidungen vorgehen. Der Verein hat Kontakt zu Initiativen in Haunetal im Kreis Hersfeld-Rotenburg und in Ulrichstein im Vogelsberg.

550 Mitglieder

Die Finanzen des Vereins seien gesichert, sagte Zuschlag in der Versammlung. Zurzeit stehe ihm eine fünfstellige Summe zur Verfügung. Der Verein hat nach eigenen Angaben beinahe 550 Mitglieder. (red)

Quelle: HNA

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