Duo begeisterte Besucher in der Hospitalskapelle

Klangerlebnis mit Cello und Gitarre

Musikalisch Reisende: Ariana Burstein und Roberto Legnani zogen das Publikum in der Hospitalskapelle in ihren Bann. Foto: Heist

Treysa. Musik für Cello und Gitarre erklang am Sonntag in der Hospitalskapelle in Treysa. Auf seiner Deutschlandtournee machte das Duo Ariana Burstein & Roberto Legnani Halt in Schwalmstadt.

Die Cellistin und der Gitarrist nahmen das Schwälmer Publikum mit auf eine außergewöhnliche musikalische Reise. Mystische Klänge und traumschöne Melodien erfüllten den sakralen Raum der kleinen Kapelle. Den Konzertbesuchern erschloss sich eine faszinierende Klangwelt von treibender Kraft: Musik, die jeden in ihren Bann zog und den Alltag vergessen ließ.

Im ersten Teil ihres Konzertes widmeten sich Ariana Burstein und Roberto Legnani der Musik der „Grünen Insel“. Sanft, aber dennoch dynamisch-kraftvoll entfalteten sich die geheimnisumwobenen, einprägsamen Melodien von „Celtic Air“, „King of the Fairies“ und „Spatter the Dew“. Fasziniert lauschte das Publikum auch der Ballade „The Song of Fionnuala“ von Thomas Moore und dem wunderbar dargebotenen „O’Carolan’s Concerto“ von Turlough O’Carolan.

Mit Leichtigkeit und großer Spielfreude agierten Ariana Burstein und Roberto Legnani auch nach der Pause. Werke zweier französischer Komponisten leiteten den zweiten Teil des Konzertes ein. Mit dem auf Kuba verweisenden „Pièce en Forme de Habanera“ von Maurice Ravel und dem an den Ragtime angelehnten „Le Petit Nègre“ von Claude Debussy stellten die Cellistin und der Gitarrist einmal mehr ihr musikalisches Gespür unter Beweis.

Inspiriert von Astor Piazzolla verzauberten die beiden Musiker anschließend das Publikum mit den wehmütig-sehnsuchtsvollen Melodien von „Nostalgia“, „Milonga“ und „Último Tango“ und riefen so die Erinnerung an „Nächte in Buenos Aires“ wach.

Mit großer Leidenschaft

Den beiden Meistern des Gipsy Swing, Stéphane Grappelli und Django Reinhardt, waren die Interpretationen von „Hot Club de France“ und „Le Chat de Paris“ gewidmet, die das Publikum ebenso begeistert aufnahm wie „Vier ungarische Romanzen“, eine mit großer Leidenschaft vorgetragene Hommage an die musikalischen Vorläufer des Gipsy Swing. Mit „Adiós, Amigos“, einem Gruß aus der argentinischen Heimat Ariana Bursteins, verabschiedete sich das Duo von seinem Schwälmer Publikum, das die Leistung der beiden Musiker mit anhaltendem stürmischen Applaus quittierte.

Von Kerstin Heist

Quelle: HNA

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