Ortsvorsteher ist gegen den Vorschlag der CDU

Kleeblattschule wäre die Lösung

Georg Weirich

Trutzhain. Die CDU Trutzhain will, dass Grundschüler des Ortes künftig in Ziegenhain unterrichtet werden (HNA berichtete). Hintergrund ist die Standortdiskussion in der Großgemeinde Willingshausen, wo die Trutzhainer Kinder seit Jahrzehnten die Schule besuchen.

Zur Erklärung der Christdemokraten Trutzhain entgegnete gestern Ortsvorsteher Georg Weirich, es hätten sehr wohl Informationsveranstaltungen des Schulamtes stattgefunden. „Dass Schulkinder mittlerweile weitere Strecken in Kauf nehmen müssen, ist für die meisten Eltern und Schüler schon seit Langem Realität“, so Weirich. Die Flexibilität sei nur dann eingeschränkt, wenn man den kostenlosen Busverkehr nicht in Anspruch nehme.

„Warum es jetzt nach dem Willen der CDU Trutzhain jedoch ausschließlich die Schule in Ziegenhain sein soll, erschließt sich nicht zwingend“, so Weirich. Derzeit besuchten die Kinder des Ortes mit Kindern aus Niedergrenzebach den Kindergarten Trutzhain, wo erste Freundschaften geknüpft werden, die könnten in der Kleeblattschule Niedergrenzebach aufrecht erhalten werden. Von dieser Schule aus könne die notwendige Zusammenarbeit zwischen Schule und Kindergarten erfolgen.

Der Ortsbeirat habe sich bislang einmal mit der Thematik befasst und beschlossen, die Angelegenheit zu beobachten, „eine Tendenz zu einem möglichen künftigen Schulstandort für Trutzhainer Schüler gibt es seitens des Ortsbeirates nicht“. Seine Gespräche mit Schulelternvertretern hätten ebenfalls keine durchgängige Tendenz ergeben. Weirich: „Meiner Auffassung nach sollten die Eltern die Entscheidung über den Schulstandort demokratisch mitbestimmen.“

Der CDU-Ortsverband solle darauf verzichten, die Stadt um Unterstützung für einen neuen Standort zu bitten, ohne darüber mit den Gremien wie Ortsbeirat oder Schulelternbeirat gesprochen zu haben. (aqu) Foto: Archiv

Quelle: HNA

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