Kleiderkammer des Roten Kreuzes in Morschen ist umgezogen

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Neue Räume, neue Leitung: Für die Kleiderkammer ist seit kurzem Patrizia Oglialoro (links) zuständig, zuvor war es Karin Meyer (rechts). In der Mitte DRK-Bereitschaftsleiterin Kerstin Apel.

Morschen. Mit dem Umzug der Kleiderkammer in Morschen hat sich nicht nur die Adresse geändert, sondern auch der Name der Leiterin.

Nach vielen Jahren hat sich Karin Meyer zurückgezogen und die Aufgabe Patrizia Oglialoro überlassen. Sie kümmert sich nun um all die Dinge, die gespendet und kostenlos abgegeben werden.

Waren es in den Jahren nach der Gründung im April 1996 noch mehrere Frauen, die sich um die Kleiderkammer damals im Haus Raabe kümmerten, so dürfte die Neumorschenerin Patrizia Oglialoro die Arbeit alleine schaffen. Denn: Die Zeit des Massenansturms ist vorbei. Mit dem Ende der DDR und der UdSSR waren in den ersten Jahren viele Menschen in die Kleiderkammer gekommen, um sich mit tragbarer Kleidung einzudecken. Inzwischen sind es nur noch Einzelne. Meist sind es Ältere und vor allem Menschen aus Heinebach und aus Homberg. Geben sie dafür eine Spende, so fließt das Geld in die Seniorenarbeit des DRK Morschen.

„Es würde mehr Spaß machen, wenn mehr Menschen kämen.“

Jüngere und Familien mit Kindern tauchen eher selten in der Kleiderkammer auf. Zum einen ist das Angebot für diese Altersgruppen nicht gerade üppig, zum anderen nutzen Familien verstärkt die Kindersachenbasare. Eigentlich unverständlich, findet Patrizia Oglialoro, denn dort sei es immer sehr voll, zum anderen nicht kostenlos. Viele würden sich offenbar auch bei den Billig-Anbietern eindecken. „Es würde mehr Spaß machen, wenn mehr Menschen kämen“, sagt DRK-Bereitschaftleiterin Kerstin Apel.

Kein Vergnügen ist es aber vor allem, wenn gespendete Kleidung zu schlecht ist, um weitergegeben zu werden. „Leider kommen immer wieder Säcke mit Müllklamotten“, hat Karin Meyer feststellen müssen.

Stets gerne gesehen ist gut erhaltene und gewaschene Kleidung, auch Schuhe und Spielsachen, ebenso waschbare Bettdecken, aber keine Federbetten.

Ladenhüter und all das, was wirklich niemandem mehr zuzumuten ist, geht dann an den DRK-Kreisverband nach Schwalmstadt. Karin Meyer: „Wir brauchen ein wechselndes Sortiment.“

Alles in einem Raum

Das ist nicht nur im Kundeninteresse, sondern auch, weil nach dem Umzug nur noch ein Raum zur Verfügung steht. Zwar hat das Rote Kreuz in den ehemaligen Salzmannhallen insgesamt mehr Platz, doch in der Kleiderkammer geht es enger zu. Auf dem Domänengelände, wohin das DRK vor fünf Jahren gezogen war, standen zwei Räume zur Verfügung.

Öffnungszeiten: mittwochs von 14.15 bis 15.15 Uhr

Kontakt: Patrizia Oglialoro, Tel. 0162/39 58 998

Quelle: HNA

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