Kleine Bühne Schwalm-Eder spielt „Keine Leiche ohne´s Lisbeth“

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D‘s Lisbeth ermittelt: Die Akteure der Kleinen Bühne Schwalm-Eder (hinten, von links) Gitta Conrad, Felix Eberwein, Almuth Karger, Margot Oetken, Susanne Braun, Adrian Stech, Lisa Schreiber, Elke Meckbach sowie (vorn) Claudia Hein (es fehlen Stephan Fuchs und Armin Jordt) präsentieren eine Kriminalkomödie mit regionalem Sprachkolorit.

Homberg. Als Amateurschauspielerin und Regisseurin der Kleinen Bühne Schwalm-Eder hat Susanne Braun einiges erlebt. Nicht jedoch, dass ein Akteur in der allerersten Probe zu einem neuen Theaterstück den Text komplett auswendig konnte.

Deshalb staunte sie wie auch Regie-Mitstreiterin Almuth Karger beim ersten Treffen zur Inszenierung der Kriminalkomödie „Keine Leiche ohne’s Lisbeth“ nicht schlecht, als Hauptdarstellerin Claudia Hein ohne Textbuch auskam.

Die Berndshäuserin hat ihre Titelrolle der Kriminalkomödie „Keine Leiche ohne Lily“, im Original von Jack Popplewell nach der deutschen Fassung von Christian Wölffer, auf „Knüllwälder Pladde“ umformuliert. „Das musste ich nicht noch extra schriftlich festhalten, das habe ich im Kopf. Und die Aufführung gewinnt dadurch noch an Witz“, beteuert sie. Als erklärte Liebhaberin der heimischen Mundart habe sie den Dialekt in der eigenen Familie stets gepflegt. Das Ergebnis werden die Theaterbesucher der Kleinen Bühne mehrfach erleben können, wenn „Lisbeth“ als resolute Putzperle in einer Anwaltskanzlei hinreißend pladde schwatzend auf Mördersuche geht. Eine Paraderolle für Claudia Hein, die mit Armin Jordt als entnervtem Inspektor Harry Becker, brisanterweise zudem Lisbeths „Flamme“ aus früheren Tagen, ein herrlich komödiantisches Ermittler-Duo mimt.

Die beiden haben im Laufe der Nachforschungen im Rechtsanwaltsbüro Marschall & Sohn in Homberg mit den unterschiedlichsten Charakteren zu tun: Dazu gehören der selbstbewusste Anwalt Richard Marschall (Stephan Fuchs) und dessen vernachlässigte Ehefrau Klarissa (Margot Oetken), der charmant-verschlagene Buchhalter und Frauentyp Robert Westerheide (Felix Eberwein) und die erzkonservative Chefsekretärin Marianne Sänger (Elke Meckbach), die arbeitsscheue Schreibkraft Vicky (Lisa Schreiber) und ein Polizist (Adrian Stech), denen Souffleuse Gitta Conrad bei Bedarf die passenden Worte in den Mund legt. Und d’s Berndshüüser Lisbeth sorgt als selbst ernannte Inspektoren-Assistentin mit Staubtuch, Tatkraft und ganz lockerem Mundwerk für die Aufklärung des Falles und Zwerchfellattacken beim Publikum.

Termine und Karten

Die Mitglieder der Kleinen Bühne Schwalm-Eder treten mit ihr Kriminalkomödie an folgenden Termine ab 20 Uhr in der Stadthalle in Homberg auf: Freitag, 11., Samstag, 12., Freitag, 25. und Samstag 26. April. Am Samstag, 3. Mai, ist ein Gastspiel im Dorfgemeinschaftshaus in Niederbeisheim geplant. . Karten im Vorverkauf bei Piazza vita&vespa, Parfümerie Thiele und Frisör ArtLine in Homberg sowie Le petit café in Melsungen zum Preis von 8,50 und 7 Euro (Schüler/Studenten). Abendkassenpreise: 9,50 und 8 Euro. (zse)

Quelle: HNA

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