Kulturagentin betreut Projekt an Wilhelm-Filchner-Schule

Kleine documenta für Schüler in Wolfhagen

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Erstes gemeinsames Treffen: Kulturagentin Juliane Gallo (1. von links) und Lehrer verschiedener Fachbereiche haben zusammen erste Konzepte erarbeitet, wie während der documenta Kunst und Kultur in den Lehrplan integriert werden kann.

Wolfhagen. Die Wilhelm-Filchner-Schule in Wolfhagen bekommt im Rahmen der Kunstausstellung documenta 14 in Kassel eine Kulturagentin zur Seite gestellt. Es ist das erste Projekt dieser Art in Hessen. Die Wolfhager Schule ist eine von acht, die von Juliane Gallo bis Ende Dezember 2017 betreut wird.

Ziel des Projekts ist es, den Schülern mehr Kenntnisse über die Geschichte und den Stellenwert der weltweit bedeutendsten Ausstellung für moderne Kunst zu vermitteln. Eine nachhaltige Kooperation mit kulturellen Veranstaltern in der Region soll ebenso etabliert werden. Für Hessen ist es ein Pilotprojekt. Bereits von 2011 bis 2015 gab es Kulturagenten in anderen Bundesländern. Im Landkreis und der Stadt Kassel haben sich insgesamt 32 Schulen beworben. Insgesamt 148 Schulen hätten sich bewerben können.

Um verschiedene Projekte im Verlauf der documenta zu verwirklichen, steht auch Fördergeld der Stiftung Mercator mit Sitz in Essen bereit. Alle Schüler haben die Möglichkeit, selbst künstlerisch aktiv zu werden und mit Künstlern der documenta zusammenzuarbeiten. Eine Besonderheit dabei ist, dass kulturelle Themen fachübergreifend gestaltet werden. So werden auch in Fächern wie Physik, Deutsch oder Politik Ideen aufgegriffen. „Künstler bieten einen breiten Fächer an Themen“, so Gallo.

Die Stadt Wolfhagen unterstützt das Projekt und stellt Flächen zur Verfügung. Dabei sollen Läden und Betriebe die Möglichkeit bekommen, die Kunstwerke in ihren Räumen auszustellen. Alle Bürger sollen erleben, was die Schüler an Kunstwerken in der Zeit zur documenta erschaffen. Auch sollen Flüchtlingskinder an der Schule in das Projekt eingebunden werden.

Quelle: HNA

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