Neues Konzept für Kreuzung in Willingshausens Zentrum wird am Samstag mit einer Kunstinstallation vorgestellt

Kleine documenta in der Malerkolonie

Inszenierung: Planer Jörg Haafke will am Samstag probeweise die Ringe auf den Grünflächen an Willingshausens zentraler Kreuzung (Foto oben) mit farbigen Platten abdecken. Fotos: Grede

Willingshausen. Zwölf farbige Metallringe und drei Betonsockel für Skulpturen sollen an der Kreuzung in Willingshausens Dorfmitte als überdimensionale Schalen an die Farbpaletten der alten Willingshäuser Maler erinnern und zugleich Ausstellungsflächen für Kunst im öffentlichen Raum werden. Am Samstag will Landschaftsplaner Jörg Haafke das Prinzip seines Konzepts mit einer Installation demonstrieren.

Für Planer Haafke war es eine schwierige Aufgabe, eine künstlerische Darstellung des Malerdorfes mit dem Mix aus Historie und Moderne in die Ansprüche der Verkehrssicherheit zu integrieren. Die Kreuzung sollte insgesamt nicht nur durch den gestalterischen Wert gewinnen; für Haafke galt es zudem, die Verkehrssicherheit, insbesondere für Fußgänger, zu erhöhen.

Sichtbar werden bereits erste Zeichen: Durch das Entfernen des Holzzaunes am Parkplatz entlang der Alsfelder Straße präsentiert sich die Kreuzung insgesamt übersichtlicher. Die Gehwege verlaufen nicht mehr entlang des Fahrbahnrandes, sondern sind an jeder Straßenecke durch Grünflächen abgegrenzt. Das Sichtfeld von Autofahrern und Fußgängern wird durch die sich bereits auf diesen Flächen flach verteilenden Metallringe nicht gestört. Die Ringe sollen später die überdimensionalen Farbschalen symbolisieren.

Erste Planungen sahen vor, diese runden Flächen durch einheitlich blühende Planzen mit Farbe zu füllen. Nachdem sich bereits im Herbst abzeichnete, dass dafür keine Pflanzpaten gefunden werden konnten, setzt Planer Haafke auf die Variante, die er inzwischen auch als die konsequentere ansieht. In kräftigem Gelb, Rot und Blau angestrichene Betonflächen sollen nun die Gestaltungsidee vermitteln. Haafke nennt einen Vorteil dieser Variante, die nicht von der ursprünglichen Idee abweicht: „Der Unterhaltungsaufwand ist geringer.“

Der Willingshäuser sieht einen weiteren Pluspunkt. Die bunten Betonflächen bieten sich befristet als Platz für die Präsentation von Skulpturen an. Die Kreuzung in der Dorfmitte könnte so zum öffentlichen Ausstellungsraum für Exponate aus der benachbarten Kunsthalle der Reutern-Haus werden.

Von Sylke Grede

Quelle: HNA

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