Melsungen: Familien packen Geschenkpakete für bedürftige Kinder

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Sie sammeln und packen: von links hinten Ellen Löwe, Tanja Fennel-Trieschmann, Kerstin Vogel, Beata Keim, vorne von links Lisa-Marie Vogel, Elisabeth Trieschmann, Malina Keim, Benjamin Vogel, Laurin Keim, dahinter Linda und Annika Löwe.

Kreisteil Melsungen. Kinderaugen strahlen lassen – das ist jetzt wieder möglich mit der Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“. Wer Kindern in Ost- und Südeuropa oder Asien eine Weihnachtsfreunde machen will, kann bei Sammelstellen im Kreisteil Melsungen Geschenkpäckchen abgeben.

„Im vorigen Jahr wurden 611 Pakete aus der Region Melsungen an bedürftige Kinder verschickt“, erklärt Beata Keim, ehrenamtliche Koordinatorin der Sammelstellen im Kreisteil Melsungen. Bundesweit waren es nach Vereinsangaben 501 645 Pakete, die an Kinder in Serbien, Weißrussland, Rumänien und Albanien gingen.

Seit sieben Jahren engagieren sich die Obermelsungerin Beata Keim und ihre Mitstreiterinnen für die Aktion. „Ich bin damals durch eine Broschüre darauf aufmerksam geworden“, sagt sie. Und Tanja Fennel-Trieschmann, die Geschenke in Sipperhausen entgegennimmt, fügt hinzu: „Ich finde die Sache super, weil man sie auch zusammen mit kleinen Kindern machen kann.“

Nach Alter und Geschlecht sortiert

Seitdem sie die Sammelstellen organisieren, haben die Frauen viel Arbeit in der Vorweihnachtszeit. Die abgegebenen Pakete müssen auf zollrechtliche Bestimmungen hin kontolliert werden. „Außerdem achten wir darauf, dass kein Kriegsspielzeug und Sachen, die Kinder erschrecken könnten, in den Päckchen sind“, sagt Keim, Mutter zweier kleiner Kinder. Denn häufig landen die Zuwendungen bei traumatisierten Kindern in Kriegsgebieten. Zudem werden die Pakete nach Altersgruppen und Geschlecht sortiert.

Eine Arbeit, die sich auszahlt. So bekam beispielsweise Ellen Löwe, die eine Sammelstelle in Schwarzenberg leitet, im vergangenen Jahr zwei Dankesbriefe von Familien aus Polen. „Nett ist immer, wenn die Schenker einen persönlichen Gruß und ein Foto mit in das Paket legen“, meint Kerstin Vogel, die die Päckchen in Körle annimmt. „Wer möchte, kann auch seine Adressdaten beilegen.“

Noch bis 15. November werden Pakete für Kinder in Kranken- und Waisenhäusern, Slums und für hilfsbedürftige Familien angenommen. In den mit Geschenkpapier beklebten Schuhkarton kommen kleine Aufmerksamkeiten wie Kuscheltiere, Filzstifte, Schulsachen, Süßigkeiten, die mindestens bis zum Juni 2011 haltbar sind, oder auch Hygieneartikel. (mso)

Quelle: HNA

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