Zahlreiche Besucher kamen zum Abschlussfest der Kunst-Sommerwerkstatt

Kleine Schätze aus der Asche

Bestaunten Kunstschätze: Gertraud Dunkel aus Linsingen (links) und Edith Salfer aus Gudensberg. Elke Dietz aus Wasenberg (Bild rechts) hatte einen Kernbeisser gefertigt. Fotos: Diehl

MICHELSBERG. Einmal im Jahr wird Michelsberg für eine Woche zum Künstlerdorf, wenn sich Teilnehmer aus ganz Deutschland zur Sommerwerkstatt im Kunsthaus von Delia Henss treffen (wir berichteten). Und am Samstag flanierten gutgelaunte Besucher zum Abschlussfest der 23. Sommerwerkstatt durch den Ort.

Heinz Wickert hatte sein Garagentor geöffnet und bot Platz für die Präsentation der Holzbildhauerarbeiten, die während der Woche im DGH entstanden waren. Eine schlaksige Figur steht mit einem Bein auf festem Boden, ihr anderes hängt einen Schritt weiter in der Luft: „Fortschritt“ hat Angelika Kramer ihre Skulptur genannt, entstanden aus einem Stück Kiefer aus Michelsberg. Die Frankenhainerin war eine von rund zehn Teilnehmern des Holzbildhauereikurses.

Beeindruckend war auch die Bilderausstellung im Saal, zu der die Teilnehmer der Malwerkstatt ihre zum Teil sehr ambitionierten Arbeiten zeigten – manche Werke hatten während der Werkstattwoche bis zu 20 neue Versionen bekommen, sagte Delia Henss. Im Garten des Kunsthauses waren die Arbeiten der Keramikwerstatt ausgestellt, mittendrin kokelte ein selbst gebauter Tipi-Ofen vor sich hin, den die Teilnehmer am Abend zerschlugen und aus der Asche kleine gebrannte Kunstwerke aus Keramik fischten.

„Eine super Idee“, fanden viele Gäste, ebenso wie die Diashow von der Sommerwerkstatt im alten Bräutigam’schen Dorfladen, wo auch Bilder von der Landart-Aktion an der Tongrube im Michelsberger Wald zu sehen waren. Kunstwerke aus Ton und Laub entstanden an der Quelle des Tonvorkommens.

Bei Jazzmusik aus Potsdam, Kaffee und Kuchen, Bratwurst und Bier vom Fass klang die Sommerwerkstatt aus – bis Michelsberg im kommenden Jahr wieder zum Künstlerdorf wird. (zkd)

Quelle: HNA

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