Mühleneigentümer will einen weiteren Ausstellungsort in der Malerkolonie bieten

Kleine Scheune für Kultur

Mehr Platz für Kultur: Die Scheune an der Dorfmühle in Willingshausen könnte bald kulturellen Veranstaltungen Raum bieten. Foto: privat/nh

Willingshausen. In der Willingshäuser Parlamentssitzung in Steina stellte der Willingshäuser Jörg Haafke ein neues Konzept für die Nutzung seiner Scheune an der Dorfmühle vor. Für 160 000 Euro könnte der Platz mit Hilfe des Städteumbauprogramms zu einem weiteren Ausstellungsort in der Malerkolonie werden. Die Gemeindevertreter vertagten die Entscheidung über das Projekt in die Novembersitzung.

Jörg Haafke betreibt zusammen mit Susanne Korte die Dorfmühle, übernimmt dort Führungen für Touristen und betreibt den Hof mit landwirtschaftliche Produkten in ökologischer Weise, erzeugt Strom mit Wasserkraft.

„Von dem Ausbau soll die Allgemeinheit profitieren“, sagte Haafke.

Wo im Moment noch Kühe und Heu untergebracht sind, sollen Künstler bald ihre Werke zeigen oder Seminare stattfinden.

In dem Gebäude sollen nach dem Konzept des Planungsbüros Ikos neben der Ausstellungs- und Seminarfläche, eine Jausenstation, eine Terrasse mit Selbstbedienung, ein Backhaus und öffentliche Toiletten entstehen. Dazu soll es eine Raststation für Reisemobile geben. „Das Gebäude soll in traditioneller Weise erhalten bleiben“, sagte Gisela Schophaus vom Planungsbüro. Das Haus sei keine Konkurrenz zum Kulturhaus, sagte sie. Vielmehr solle ein ergänzendes Angebot entstehen. Nach den Berechnungen des Planungsbüros Ikos würden aus dem Programm Stadtumbau 73 000 Euro fließen, rund 31 000 Euro müsste die Gemeinde tragen, der Rest wird durch Eigenleistung von Jörg Haafke erbracht (31 000 Euro). Jörg Haafke bleibt Eigentümer der Scheune. Weitere Instandhaltungskosten kämen nicht auf die Gemeinde zu, hieß es in der Vorstellung.

In der Sitzung bedauerte es Stefan Völker, Sprecher der CDU-Fraktion, dass keine Heizung in dem Gebäude vorgesehen sei.

An den Reinigungskosten der Anlage, die täglich geöffnet sein soll, müsste sich auch die Gemeinde beteiligen. Wer die Reinigung übernehme, das sei noch nicht klar, antwortete Haafke. Er werde dann entscheiden, ob er das selbst übernehme oder den Auftrag vergebe.

Ulrich Riebeling von der BGL/FWG Fraktion erkundigte sich nach dem Konzept der Jausestation. Es soll ein einfaches Angebot mit Selbstbedienung an Automaten werden, erklärte Haafke. (zty) Artikel links

Quelle: HNA

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