Nur die Freien Wähler schließen eine Unterstützung für Fabio Longo und Gerhard Näser bereits aus

Nur die Freien Wähler schließen eine Unterstützung für Fabio Longo und Gerhard Näser bereits aus

Margitta Braun

Schwalmstadt. Mit Dr. Gerald Näser (CDU) steht ein zweiter Kandidat ums Schwalmstädter Bürgermeisteramt nun praktisch fest. Bereits im September hat der Marburger Rechtsanwalt Dr. Fabio Longo für die die SPD den Hut in den Ring geworfen.

Spannend ist nun die Frage, ob bis zum Stichtag 8. März, 18 Uhr, noch weitere Bewerber benannt werden und welche Fraktion im Stadtparlament womöglich welchen Kandidaten unterstützt.

Grünenfraktionssprecherin Margitta Braun sagte gestern auf unsere Anfrage, es gebe Gespräche, um die gemeinsamen Nenner mit anderen Parteien zu finden. Bis zum Bewerbungsschluss wollen sich die Grünen die Möglichkeiten offen halten - einen der Kandidaten zu unterstützen oder einen eigenen aufzustellen. Margitta Braun unterstrich, dass eine gemeinsame inhaltliche Zusammenarbeit für die Grünen Voraussetzung für die Unterstützung eines der Kandidaten ist.

Weder Fabio Longo noch Gerald Näser wird die FWG-Fraktion unterstützen. Fraktionschef Klaus-Ulrich Gielsdorf erklärte auf HNA-Anfrage, die nach der Kommunalwahl vereinbarte Zusammenarbeit mit der CDU sei für die FWG beendet. Grund: Die CDU habe sich in keinem Punkt an die Absprachen gehalten, die bei der gemeinsamen Tagung von CDU, FWG und Grünen im Herbst in Niedergrenzebach getroffen worden seien. „Dr. Näser ist ein guter Geologe, aber für die FWG ist er überhaupt nicht als Bürgermeister zu unterstützen.“ Näser habe sich durch Ausführungen im Stadtparlament „disqualifiziert“, der gemeinsame Antrag sei daraufhin in die Ausschüsse verwiesen worden. Auch fehle es ihm an der verwaltungstechnischen Eignung, meint Gielsdorf. Auch CDU-Stadtverbandschef Karsten Schenk und Stadtverordnetenvorsteher Reinhard Otto haben sich in Gielsdorfs Augen disqualifiziert.

Der FWG-Chef erklärte weiter, die Verpflichtung eines gemeinsamen parteilosen Kandidaten habe sich bedauerlicherweise zerschlagen. Die Unterstützung eines parteigebundenen Bewerbers sei für die FWG ausgeschlossen, dies habe er Longo, den er ansonsten für einen sympathischen Kandidaten halte, bereits mitgeteilt.

FDP-Sprecher Constantin H. Schmitt nannte es begrüßenswert, dass sich mit Näser ein Schwälmer Kandidat gefunden habe, „aus den Reihen der CDU eine exzellente Wahl“. Ob die FDP einen der beiden Kandidaten unterstützen wird, sei noch im Ortsverband zu besprechen. Sicher sei nach wie vor nur, dass die FDP keinen eigenen Bewerber ins Rennen schickt. „Die schwierigen Diskussionen beginnen jetzt erst“, meinte Schmitt und verwies auf intensive Gespräche im Vorfeld der anstehenden Haushaltseinbringung.

Laut ihrer Sprecherin Heidemarie Scheuch-Paschkewitz diskutiert die Linke noch, ob sie einen eigenen Kandidaten präsentiert. Für die Unterstützung eines anderen Bewerbers müssten andernfalls bestimmte Kriterien eingehalten sein.

CDU-Stadtverbands- und Fraktionsvorsitzender Karsten Schenk kündigte Informationen zur Kandidatenkür seiner Partei für Samstag, 21. Januar, an. Nach dem Stadtparteitag, der den CDU-Kandidaten nominieren wird, würden Fragen beantwortet. Auf die HNA-Frage, warum er selbst, Schenk, sich nicht habe aufstellen lassen, sagte der CDU-Chef: „Dann wird auch das deutlich.“

Von Anne Quehl

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Quelle: HNA

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