Industrie- und Handelskammer spricht von Zuwachs der Lebenmittelverkaufsflächen

Wieragrund: Kleinen Läden droht Gefahr

Schwalmstadt - Mit einem lachenden und einem weinende Auge betrachtet die Industrie- und Handelskammer Kassel (IHK) die Pläne um die Entwicklung des Areals Wieragrund in Treysa:

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Generell sei die Überbauung und Neugestaltung einer innerstädtischen Brachfläche zu begrüßen, heißt es in einer Stellungnahme der IHK, die dieser Zeitung vorliegt.

Sehr kritisch betrachtet der Verband jedoch die Entwicklung neuer Lebensmittelverkaufsflächen durch die Verlagerung und Erweiterung zweier bereits bestehender Läden.

Die Stadt Schwalmstadt und insbesondere die Stadtteile Treysa und Ziegenhain hätten bereits heute ein deutliches Überangebot an Lebensmittelverkaufsflächen. Laut Bebauungsplan seien im überplanten Gebiet 4000 Quadratmeter Verkaufsfläche im Lebensmittelbereich geplant. Gehe man davon aus, dass es sich um eine echte Verlagerung der bestehenden Märkte handelt, spricht man von einer Erweiterung der Lebensmittelverkaufsfläche um mindestens 1350 Quadratmeter Verkaufsfläche. Der Verband befürchtet, dass die hohe Lebensmittelverkaufsflächendichte in Schwalmstadt sich eindeutig zu Lasten der kleineren Geschäfte auswirken werde.

Umsatzeinbußen zu erwarten

Gerade für die Nahversorgungsstandorte, Bäcker und Metzger in den kleineren Stadtteilen sei eine Umsatzverteilung nicht tragbar, denn gerade die sehr kleinen Lebensmittelgeschäfte haben nur eine geringe Gewinnspanne, nehmen aber für die Orte eine äußerst wichtige Funktion der Nahversorgung ein, so die Mitteilung.

Für die Situation in Treysa und Ziegenhain sei durch den Zuwachs der Verkaufsflächen ebenfalls eine Verschärfung des Wettbewerbs zu erwarten. Inwieweit dann alle Lebensmittelstandorte erhalten werden können, sei schwer zu sagen. Die IHK empfiehlt, dass sich in den Altstandorten der verlagernden Lebensmittelgeschäfte keine neue Lebensmittelgeschäfte ansiedeln sollten.

Quelle: HNA

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